Uruguay zieht alle register gegen spanien – bielsa holt zurück, was lange fehlte
Keine Testspiel-Tricks, kein Schongang: Uruguay rollt den roten Teppich für den englischen und algerischen Gegner aus – und schickt José María Giménez, Ronald Araújo und Fede Valverde gleich in den Vollgas-Modus. Die Dreier-Gruppe, die Marcelo Bielsa in Oktober und November noch schonte, steht jetzt wieder in Startblock-Stellung. Warum? Weil die 0:0-Pleite gegen Mexiko und das 1:5-Debakel in Kansas City noch in den Knochen brennen.

Mit muslera und darwin núñez zurück zur ur-kampfmentalität
Fernando Muslera, 38, der nach der Copa América 2024 seine Handschuhe an den Nagel hängen wollte, schnappt sich wieder die Nummer 1. Daneben kehrt Darwin Núñez zurück, der in Saudi-Arabien nur Champions-League-Minuten sammelt – ein Risiko, das Bielsa bewusst eingeht. Die Logik: besser rhythmustot als charakterlos. Mit Santi Bueno, Mathías Olivera, Manuel Ugarte, Nico de la Cruz, Facundo Pellistri, Maxi Araújo und Giorgian de Arrascaeta reist die komplette emotionale DNA der Celeste nach Europa.
Der Zeitplan ist gnadenlos: am 22. März in London Wembley, vier Tage später in Algerien. Kein Freundschaftsspiel, sondern ein 12-Mann-Knockout, der über Selbstvertrauen oder Selbstzweifel für das Gruppenspiel gegen Spanien am 26. Juni in East Rutherford entscheidet. Bielsa will Antworten statt Fragezeichen.
Die Botschaft an Luis de la Fuente und seine Tiki-Taka-Crew: Uruguay ist nicht mehr das Team, das in Kansas City auseinanderfiel. Es ist die wiederauferstandene Garra Charrúa, nur mit besseren europäischen Straßenkarten. Und sie kommen, um zu beißen – nicht, um zu tanzen.
