Urbigs abwehr: torwart blockt journalisten nach heidenheim-remis ab!

München – Ein Auftritt, der in die Annalen der peinlichen Pressekonferenzen eingehen könnte: Jonas Urbig, der Bayern-Torwart, zeigte sich nach dem 3:3 gegen Heidenheim wenig gesprächsbereit. Statt auf Fragen einzugehen, blockte der 22-Jährige fast jede journalistische Anfrage ab – ein Verhalten, das selbst gestandene Reporter überraschte.

Die mauer aus zurückhaltung

Die mauer aus zurückhaltung

Nachdem Manuel Neuer im Hinblick auf das Champions-League-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain geschont wurde, übernahm Urbig im Tor. Doch statt sich als potentieller Kandidat für die Zukunft zu präsentieren, schien er sich mehr mit der Vorbereitung auf den kommenden Clásico zu beschäftigen. Schon bei der zweiten Frage, die sich auf die Defensive der Bayern bezog, wurde deutlich, dass Urbig keine Lust auf ein ausführliches Interview hatte. Sein kurzer Kommentar: „Der Fokus liegt jetzt klar auf dem Paris-Spiel.“

Diese Aussage wiederholte sich fortan wie ein Mantra. Jede Frage nach der Zukunft von Neuer, der offenbar mit einer Vertragsverlängerung liebäugelt, wurde mit dem Hinweis auf das wichtige Spiel gegen Paris abgewiesen. Selbst die Frage, ob er mit seinem erfahrenen Torwart-Kollegen über dessen Pläne gesprochen habe, quittierte Urbig mit einem ungläubigen Kopfschütteln: „Ich weiß jetzt nicht, ob das Thema etwas für die Mixed Zone ist.“

Der Tonfall wurde mit der Zeit noch abweisender. Auf die Bemerkung, dass die Zukunft von Neuer direkten Einfluss auf seine eigene Rolle bei den Bayern habe, antwortete Urbig schlichtweg: „Ja, und?“ Und als ein Reporter daraufhin anmerkte, dass die offene Frage doch etwas mit ihm zu tun habe, kam die knappe Antwort: „Ne!“

Selbst das Bayern-TV blieb nicht unberührt von Urbigs Abwehrhaltung. Eine Frage zu einer Szene im Spiel wurde ebenso abgewimmelt: „Das waren taktische Sachen, die werde ich nicht preisgeben.“ Ein Verhalten, das die Frage aufwirft, ob der junge Torwart seine Rolle im Team und im Verein wirklich versteht.

Die Torwart-Frage bei der deutschen Nationalmannschaft war ebenfalls kein Thema für Urbig. Auf die Frage, ob er auf eine DFB-Nominierung für die WM hofft, konterte er: „Ist das jetzt Thema?“ Und als er darauf hingewiesen wurde, dass die Torwart-Frage in naher Zukunft relevant sei, hieß es trocken: „Wenn es jetzt kein Thema ist, brauchen wir nicht darüber zu sprechen, oder?“

Während die Bayern-Abwehr die Heidenheimer Torschüsse entschieden blockte, schien Jonas Urbig die Fragen der Reporter mit derselben Entschlossenheit abzuwehren. Ein Auftritt, der zeigt, dass nicht nur auf dem Platz, sondern auch vor den Kameras noch reichlich Luft nach Verbesserung besteht. Ob dieser Auftritt die Karriere von Jonas Urbig nachhaltig beeinflusst, bleibt abzuwarten.