Union berlin kassiert debakel gegen bremen und rutscht wieder in den abstiegsstrudel
Ein Schock in der Alten Försterei: Union Berlin verliert 1:4 gegen Werder Bremen, kassiert die zweite Heimpleite in Folge und steckt plötzlich wieder tief im Abstiegskampf. Die Berliner waren nach früher Führung chancenlos, nachdem Andras Schäfer nach 19 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz musste – die schnellste Rote der Union-Bundesligageschichte.
Die szene, die alles veränderte
Der Knackpunkt war jene 82. Sekunde, in der Schäfers Sohle sich in Stage’s Kniekehle bohrte. Schiri Timo Gerach zückte Rot, Baumgart fluchte, das Stadion verstummte. Von da an war Union ein Trümmerhaufen. Bremen drehte auf, Deman und Stage trafen noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel folgten zwei weitere Gegentore, das 1:4 besiegelte Covic in der Nachspielzeit.
Die Statistik ist gnadenlos: Union hat nach der Winterpause nur eins von zehn Spielen gewonnen, der Relegationsplatz ist nur vier Punkte entfernt. Die einstige Festung Alte Försterei wirkte wie ein offener Schalterkasten – Bremen schaltete nach Belieben.

Baumgart kocht vor wut, kohfeldt lacht sich ins fäustchen
Steffen Baumgart ließ sich nach Abpfiff nicht bremsen: „Das ist keine Rote, das ist ein Witz. Der Schiri zerstört unsere Saison mit einer Fehlentscheidung.“ Werder-Coach Ole Werner konterte trocken: „Wir haben in Überzahl endlich mal zugeschlagen. Die Jungs waren eiskalt.“
Für Union wird es eng. Bereits am kommenden Samstag gastiert der VfB Stuttgart in Köpenick. Verliert Union erneut, könnte der Blick auf die Tabelle schon wieder auf den direkten Abstieg fallen. Die Fans forderten nach dem Spiel lauthals den Vorstand auf, die Kaderplanung zu überdenken. Die Eisernen taumeln – und mit ihnen die ganze Stadt.
