Unicaja jagt pablo laso – navarro-abschied droht in 48 stunden
Der Countdown läuft. In nur 48 Stunden hat Ibon Navarro die ultimative Frist gesetzt: bis Mittwoch, 10. Juni, will er seine Ausstiegsklausel auslösen und sich zum Estrella Roja Belgrad abseilen. Doch während die Verhandlungen laufen, arbeitet das Front Office in Los Guindos bereits am Nachfolger. Und der Name, der jetzt immer lauter wird, ist Pablo Laso.
Der job ist frei – und laso steht ohne kontrakt da
Die Meldungen aus Istanbul kommen pünktlich. Nach der Halbfinal-Ausscheidung von Anadolu Efes gegen Fenerbahçe wird Luca Banchi als neuer Chefcoach präsentiert. Das bedeutet: Pablo Laso wird offiziell freigestellt, bevor er überhaupt angekommen ist. Ein seltenes Szenario, das Málaga sofort nutzen will.
Die Zahlen sprechen für sich: 22 Titel mit Real Madrid, darunter zwei EuroLeague-Krönchen. Danach Bayern-Double, Baskonia-Pleite, Efes-Abbruch – eine Karrierekurve so steil wie das Guggenheim. Jetzt die Chance auf ein Comeback in Spanien, genau im Jubiläumsjahr des Clubs.

Moncho und ponsarnau? nur mit teuren ausstiegsklauseln
Intern galt Moncho Fernández lange als Favorit, und Jaume Ponsarnau stand ebenfalls auf der Shortlist. Doch beide sitzen noch unter Vertrag – bei Rio Breogán und Valencia – und würden Millionen-Ablösen erfordern. Laso hingegen kostet nur noch seine Gehaltsforderung. Das ist der eigentliche Trumpf für einen Verein, der in diesem Sommer ohnehin 50 Jahre alt wird und endlich wieder eine handfeste Identität auf dem Parkett will.
Die Frage lautet nicht mehr, ob Laso bereit ist. Die lautet, ob Málaga bereit ist für jemanden, der vom ersten Tag an Erstklassiges verlangt. Ein Coach, der in der Pressekonferenz nicht fragen wird, sondern diktieren. Ein Trainer, der Titel vor Selbstzweifeln stellt.
Wenn Navarro am Mittwoch seine Koffer packt, könnte Laso bereits am Donnerstag landen. Der 50. Geburtstag des Clubs rückt näher – und damit die größte Trainerentscheidung der letzten Dekade.
