Undavs „po-problem“ kuriert: wm-reise steht nichts mehr im wege!

Mainz – Ein Schreck für die deutsche Nationalmannschaft, ein schneller Check beim Doc und dann doch noch Entwarnung: Stürmer Deniz Undav kann nach seinem Patzer im letzten Testspiel gegen Finnland beruhigt aufs WM-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko blicken. Der VfB-Angreifer, der seine Mannschaft mit einem Doppelpack glänzend in Führung gebracht hatte, musste das Spiel noch vorzeitig verlassen – wegen eines Problems im „unteren Bereich“, wie er selbst unkompliziert mit einem Augenzwinkern erklärte.

Muskuläre zerrung – aber keine böse überraschung

Muskuläre zerrung – aber keine böse überraschung

Die Diagnose: Eine leichte muskuläre Zerrung im Gesäßbereich. Doch laut Teamarzt Dr. Tim Meyer kein Grund zur Panik. „Es ist nichts Ernstes, Deniz hat Glück im Unglück gehabt“, so Meyer gestern Abend. Undav selbst äußerte sich ebenfalls optimistisch: „Ich kenne meinen Körper. Das hatte ich schon mal, und es geht schnell wieder besser. Ein paar Tage Ruhe und dann bin ich wieder topfit.“

Ein Glücksgriff für Nagelsmann Julian Nagelsmann, der Trainer der Nationalmannschaft, dürfte erleichtert sein. Undav hat sich mit seinen Toren und seiner kämpferischen Leistung im Test gegen Finnland einen Platz im vorläufigen Kader für die WM redlich verdient. Konkurriert er doch mit Havertz und Woltemade um die Position im Sturm. Sein Einsatz im ersten Gruppenspiel gegen Costa Rica ist zwar noch fraglich, aber die Zeichen stehen gut, dass er zumindest in der zweiten Hälfte des Turniers eine wichtige Rolle spielen wird.

Die Fans atmen auf, Nagelsmann kann planen – und Undav kann sich auf die Reise freuen. Und wer weiß, vielleicht gönnt er sich ja doch noch eine Liege im Flugzeug. „Wenig sitzen“ ist schließlich die beste Medizin, wenn es um eine schnelle Genesung geht. Die WM-Träume des VfB-Stürmers sind intakt – und das ist auch gut so!