Ulm patzt: relegationshoffnungen durch essens sieg geplatzt!
Ein bitterer Nachmittag für die Fans des SSV Ulm 1846: Im letzten Heimspiel der Drittliga-Saison verlor man vor 13.918 Zuschauern gegen Rot-Weiss Essen mit 2:3 und damit auch die letzte theoretische Chance auf die Relegation. Die Spatzen verabschieden sich ohne Applaus aus der Liga, während Essen einen wichtigen Schritt in Richtung des Kampfes um den Aufstieg macht.
Früher schock und schnelle antwort
Die Partie begann für Ulm alles andere als ideal. Rot-Weiss Essen zeigte von Beginn an, wer am Platz herrschte und ging bereits nach zwei Minuten durch Torben Müsel in Führung. Der schnelle Treffer rüttelte an den Ulmern auf, doch Essen ließ nicht locker und dominierte das Spielgeschehen. Lucas Röser gelang es nach einem Elfmeter, den Ausgleich zu erzielen (29.), und Dennis Chessa sorgte kurz darauf mit einem sehenswerten Treffer für die Wende (35.).
Doch die Essener Antwort kam prompt: Müsel markierte erneut seinen Namen mit dem Ausgleichstreffer (40.). Die erste Hälfte endete mit einem gerechten 2:2, wobei Essen insgesamt die klareren Chancen hatte.

Ortags glanzleistung – zu wenig für ulm
Die zweite Hälfte verlief zunächst ruhiger, doch die Spannung blieb hoch. Christian Ortag im Ulmer Tor zeigte eine herausragende Leistung und verhinderte mit mehreren Glanzparaden weitere Gegentreffer. Parallel zum Spiel in Ulm gab es positive Nachrichten für Essen: Der Konkurrent Duisburg verlor auswärts, was die Chancen der Essener auf die Relegation weiter verbesserte.
Die Ulmer Offensive wirkte jedoch zu harmlos, und in der 71. Minute mussten sie einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Lukas Mazaag sah die rote Karte, nachdem er bereits gelb verwarnt war. In Überzahl drängte Essen auf die entscheidende Führung, und in der zweiten Minute der Nachspielzeit war es dann soweit: Ben Vincent Hüning staubte nach einer Ecke ab und sicherte RWE den Sieg und den Sprung auf den Relegationsrang.
Die Niederlage bedeutet für den SSV Ulm 1846 das Ende der Drittliga-Zeit. Die Spatzen müssen sich in der kommenden Saison in der Regionalliga Südwest neu beweisen. Ein trauriger Abschied für einen Verein mit großer Tradition.
