Uhren-diebstahl erschütert ghana-team vor wien-spiel
Zwei Luxusuhren im Wert von mehreren zehntausend Euro sind Spielern des ghanaischen Nationalteams in der Wiener Donaustadt entwendet worden. Die Tat ereignete sich wenige Stunden vor dem heutigen Testspiel gegen Österreich im Ernst-Happel-Stadion.
Die Beamten der Inspektion Langobardenstraße wurden am Donnerstagvormittag in das Teamhotel gerufen. Ein Mitarbeiter hatte bemerkt, dass aus zwei Zimmern hochpreisige Zeitmesser fehlten – offenbar bereits seit Mittwoch. Das Landeskriminalamt Wien übernahm sofort die Ermittlungen. Bargeld blieb laut Polizei unangetastet.

Schaden liegt im mittleren fünfstelligen euro-bereich
Die entwendeten Modelle gehören zu den begehrtesten Klappuhren der Schweizer Premium-Hersteller. Uhren-Sammler zahlen für limitierte Serien leicht über 30 000 Euro pro Stück. Die genauen Referenznummern hat die Exekutive noch nicht veröffentlicht, um mögliche Schwarzmarkt-Geschäfte nicht vorzeitig zu alarmieren.
Für die Ghanaer kommt der Diebstahl zur Unzeit. Trainer Otto Addo wollte seine Startelf erst am Spieltagmorgen nominieren, um letzte Trainingseinheiten ohne Medienrummel zu absolvieren. Stattdessen mussten die Spieler jetzt Aussagen machen und Passlisten überprüfen lassen. „So etwas lenkt ab“, sagte ein Betreuer, der namentlich nicht genannt werden will.
Österreichs Team um Ralf Rangnick zeigte sich betroffen, will sich aber nicht einmischen. „Wir wünschen unseren Gästen, dass die Täter schnell überführt werden“, erklärte ein ÖFB-Sprecher knapp. Das Match um 18 Uhr soll wie geplant stattfinden.
Die Ermittler werten Hotelkameras aus und prüfen, ob Insiderwissen eine Rolle spielte. Bei der An- und Abreise von Nationalteams wissen nur wenige Mitarbeiter, welche Zimmer belegt sind. Die Polizei geht von einem gezielten Coup aus, nicht von Zufall. Festnahmen liegen bislang nicht vor.
Für Ghana ist es nicht der erste Skandal auf Europareise. Bereits 2014 verschwand in Miami Geld und Schmuck aus der Kabine. Die aktuelle Episode zeigt: Selbst in sicher geltenden Hotels bleibt Sportluxus ein beliebtes Ziel. Die Uhr tickt – für die Diebe und für das Team, das heute beweisen will, dass es sich auf dem Platz nicht beeindrucken lässt.
