Ugandischer Fußball trauert um Captain David Owori
Kampala – Der SC Villa, ein Verein der ersten ugandischen Fußballliga, hat den Tod seines Kapitäns David Owori mit 27 Jahren bekannt gegeben. Owori verstarb an den Folgen einer brutalen Attacke, die er kurz zuvor in den Straßen von Kampala erlitt.
Trauer und Bestürzung im afrikanischen Fußball
„Wir trauern um mehr als nur einen Fußballspieler; ein Vorbild, ein Kollege und ein Freund ist von uns gegangen“, teilte der Verein in einer Erklärung mit. Laut Asan Kasingye, Sprecher der Behörde, wurde der Sportler gegen 20:00 Uhr auf dem Heimweg von einer Gruppe von Kriminellen abgefangen. Augenzeugen berichteten, dass die Bande Owori mit Steinen attackierte, um ihm seine Habseligkeiten zu stehlen und dann flüchtete. Trotz sofortigem Transport ins Krankenhaus verstarb er.
Moses Hassim, Präsident des ugandischen Fußballverbands, würdigte Owori als „einen Leader und eine Inspiration für eine ganze Generation“. Er betonte: „Als Kapitän des SC Villa führte er sein Team mit Mut, Demut und Leidenschaft. Mit dem Trikot der Uganda Cranes verkörperte er die Hoffnungen einer ganzen Nation.“

Von Europa zurück zum Rekordmeister
Owori war ein vielseitiger Spieler, der sowohl als Rechtsverteidiger als auch im Mittelfeld eingesetzt werden konnte. Er spielte von 2018 bis 2021 für den SC Villa, bevor er in der spanischen Liga bei Vélez und später in Schweden beim Utsiktens kickte. Nach seiner Rückkehr zu seinem Heimatverein im Jahr 2023 war er ein Schlüsselspieler bei der Gewinnung des 17. Meistertitels, einem Rekord im nationalen Wettbewerb.
Dieser Mord reiht sich in eine wachsende Welle der Unsicherheit ein, die Uganda betrifft, insbesondere im urbanen Kern der Hauptstadt Kampala, wo Kriminelle immer wieder prominente Persönlichkeiten überfallen. Vor Kurzem wurde auch der Rugby-Nationalspieler Sydney Gongodyo (ebenfalls 27 Jahre alt) in Kampala von einer Bande getötet.
