Uefa-rechte: us-konzern schnappt sich milliarden-deal!
Ein Erdbeben erschüttert die europäische Fußballlandschaft: Die UEFA hat die TV-Übertragungsrechte für ihre wichtigsten Wettbewerbe an diverse Sender vergeben, und ein US-amerikanischer Konzern setzt sich dabei die größten Brocken vor den Kopf. Der Deal, der Medienexperten gleichermaßen überrascht und aufhorchen lässt, verspricht lukrative Einnahmen, aber auch eine Veränderung in der Art und Weise, wie wir Fußball erleben.

Champions league: sky und dazn teilen sich die ehre
In Österreich sichert sich Sky das Erstwahlrecht für ein Champions-League-Spiel am Dienstag, während DAZN im Nachbarland Deutschland alle weiteren Partien, inklusive des begehrten Finals, überträgt. Ein kleiner Trost für die Fans: Das Finale wird auch auf Puls4 gezeigt, was zumindest einen gewissen Zugang für ein breiteres Publikum ermöglicht. Die Europa League und die Conference League hingegen gehen komplett an Canal+, eine Entscheidung, die für einige Überraschungen sorgte.
Doch der wirklich große Coup gelang einem US-Konzern. Disney+ wird ab 2027 in Schweden, Dänemark, Brasilien, Mexiko, Zentralamerika und Südamerika eine Vielzahl von Spielen aus den Europacup-Wettbewerben zeigen. Das bedeutet eine massive Expansion für den Streaming-Dienst und eine deutliche Verlagerung der Fußballrechte hin zu den USA. Die Rechte für Deutschland wurden bereits im Vorjahr vergeben: Paramount+ und Amazon sichern sich fortan die Champions League, während DAZN die Europa- und Conference League übernimmt.
Die UEFA rechnet mit Einnahmen in Höhe von fünf Milliarden Euro pro Jahr, wenn alle Rechte vollständig vergeben sind. Eine Zahl, die die Dimension des Deals verdeutlicht und die Weichen für die Zukunft des europäischen Fußballs stellt. Die Daily Mail spricht denn auch von einem „wegweisenden Vertrag“, der die Art und Weise, wie Fußballrechte vergeben und konsumiert werden, grundlegend verändern könnte. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die etablierten Sender und die Fans haben wird.
Was aber niemand öffentlich kommentiert: Die zunehmende Dominanz amerikanischer Medienkonzerne im europäischen Sportgeschehen. Ist dies ein Zeichen für eine fortschreitende Globalisierung des Fußballs oder der Beginn einer neuen Ära, in der amerikanische Geschäftsmodelle den europäischen Sport prägen werden? Die kommenden Jahre werden es zeigen.
