Ueda stürmt japan zum wm-sieg? der neue shootingstar begeistert!

Dortmund – Japan hatte lange Zeit keinen Stürmer von der Klasse eines Mark Lenders. Shinji Okazaki stellte mit 50 Toren in 119 Spielen zwar einen neuen Rekord auf, doch der Vergleich hinkte. Jetzt könnte Ayase Ueda (25) diese Lücke schließen – und mehr. Nach einer Saison voller Überraschungen beim Feyenoord Rotterdam avanciert der Japaner zum gefürchteten Angreifer bei der Weltmeisterschaft.

Von der universität hosei zum wm-helden

Uedas Weg ins Rampenlicht ist alles andere als geradlinig. Sein Debüt für die japanische Nationalmannschaft feierte er erst im Sommer 2019 unter Trainer Hajime Moriyasu im Rahmen der Copa América – ein Testturnier gegen Südamerikastars. Damals spielte er noch für die Universitätsmannschaft Hosei und blieb torlos, doch Moriyasu erkannte früh sein Potenzial. Er sollte ein Baustein für die Olympischen Spiele werden. Das Turnier in Brasilien scheiterte jedoch, und Ueda blieb unauffällig.

Doch Moriyasu behielt ihn im Blick. 2022 wechselte Ueda für über eine Million Euro zum belgischen Verein Cercle Brügge, ein erster Schritt in Richtung Europa. Nach einer starken Saison mit 22 Toren folgte der Sprung zum Feyenoord Rotterdam. Dort wurde er für acht Millionen Euro verpflichtet – ein teurer Neuzugang, der zunächst die Rolle des Ersatzmannes hinter Santi Giménez spielte.

Mit Giménez' Abgang im Januar 2025 bahnte sich Ueda den Weg zum Stammspieler. Seine Stärke im Abschluss, sein Stellungsspiel und sein Instinkt machten ihn schnell zur neuen Hoffnung der Rotterdamer. Mit 25 Treffern sicherte er sich den Titel als Torschützenkönig der Eredivisie – eine Leistung, die seit Dirk Kuyts Glanzzeiten von 2004 bis 2005 nicht mehr zu sehen war.

Robin van Persie, ehemaliger Stürmerstar, lobte Uedas Entwicklung: „Wir sprechen über einfache Dinge: wann er unterstützen muss, wann er in die Tiefe läuft, wie er seinen Körper einsetzt. Wenn man das alles zusammennimmt, wird klar, dass er eine fantastische Arbeit leistet.“

Der ausgleich gegen tunesien – ein wendepunkt

Der ausgleich gegen tunesien – ein wendepunkt

Gegen Tunesien zeigte Ueda, was er kann. Nach einem eher müden Auftritt gegen die Niederlande präsentierte er eine herausragende Leistung. Er war an allen vier japanischen Toren beteiligt: Eine präzise Vorlage für Tanaka zum 1:0, ein fulminanter Treffer selbst zum 2:0, eine weitere Vorlage für Junya Ito und schließlich der Kopfball zum 4:0. Er wurde damit zum ersten japanischen Spieler, der bei einer WM einen Doppelpack erzielte.

„Ich habe mich revanchieren können“, sagte Ueda nach dem Spiel. „Das erste Spiel war hart, wir haben einen Punkt geholt. Heute brauchten wir den Sieg, und es hat mich sehr gefreut, dazu beitragen zu können.“

Die Gerüchte über einen Wechsel in die europäische Topliga werden dadurch nur noch lauter. Everton, Leeds und Brighton beobachten den Japaner, dessen Vertrag beim Feyenoord noch bis 2028 läuft. Ueda, der einst die Nummer 9 von Mark Lenders trug, spielt nun mit der Nummer 18, zu Ehren seines Vaters, einem begeisterten Fan des deutschen Weltmeisters Jürgen Klinsmann.

„Ich will die Weltmeisterschaft gewinnen“, erklärte Ueda. „Ich kann es nicht versprechen, aber wir sind in einer guten Position, um davon zu träumen.“ Mit seiner Torgefahr und seinem unbändigen Willen ist Ayase Ueda ein Hoffnungsträger für Japan – und ein Name, den man sich in der Welt des Fußballs merken sollte.