Tyson: das fragezeichen im draft – kann er in pittsburgh überzeugen?

Pittsburgh Steelers-Fans aufgepasst: Jordyn Tyson, der Wide Receiver von Arizona State, sorgt für hitzige Debatten im Vorfeld des Drafts 2026. Sein Talent ist unbestritten, doch eine chronische Verletzungsgeschichte wirft einen langen Schatten auf seine Zukunft in der NFL.

Ein explosiver athlet mit fragiler gesundheit

Ein explosiver athlet mit fragiler gesundheit

Tyson reiht sich in die Riege der aufregendsten, aber auch riskantesten Prospects ein. Seine Anlagen sind offensichtlich: Er ist explosiv aus den Breaks, fängt auch in Contested-Catch-Situationen sicher und ist nach dem Catch ein gefährlicher Gegenspieler. Die Statistiken der vergangenen Saisons sprechen für sich: 470 Receiving Yards und vier Touchdowns in nur neun Spielen bei Colorado, gefolgt von 75 Catches für 1101 Yards und zehn Touchdowns bei Arizona State. Ein Big-Play-Fähigkeit, die seinesgleichen sucht.

Doch hinter diesen beeindruckenden Zahlen verbirgt sich eine Geschichte von Rückschlägen. Die Karriere des jungen Spielers wurde immer wieder durch Verletzungen jäh unterbrochen. Allein im November 2022 erlitt Tyson eine schwere Knieverletzung, die das vordere, innere und hintere Kreuzband betraf – eine Verletzung, die ihn für die gesamte Saison 2023 außer Gefecht setzte. Und auch in den darauffolgenden Jahren blieb er von muskulären Problemen, einem Schlüsselbeinbruch und Knöchelbeschwerden nicht verschont.

Die Scouts sind sich einig: Ohne diese Verletzungen würde Tyson zweifellos deutlich höher im Draft gehandelt werden. Sein Spielmaterial deutet auf einen Receiver hin, der auf NFL-Niveau eine tragende Rolle übernehmen könnte – ein echter Difference Maker. Er versteht es, sich auch unter Druck Raum zu verschaffen und seine Körperkontrolle entlang der Sideline ist beeindruckend. Seine Routen sind auf hohem Niveau und er besitzt die nötige Geschwindigkeit, um Big Plays zu kreieren.

Tyson ist vielseitig einsetzbar, sowohl im Slot als auch auf einer äußeren Position. Seine Fähigkeit, Quarterbacks stets eine verlässliche Anspielstation zu bieten, macht ihn zu einem attraktiven Ziel für viele Teams. Gerade in Pittsburgh, wo die Suche nach einem dynamischen Receiver neben George Pickens andauert, könnte Tyson eine interessante Option darstellen.

Die Frage ist nun: Sind die Steelers bereit, das Risiko einzugehen? Die medizinische Expertise des Teams wird Tyson genau unter die Lupe nehmen müssen, um festzustellen, ob sein Körper den Belastungen der NFL gewachsen ist. Denn eines ist klar: Das Talent ist da, doch die Gesundheit muss stimmen.

Aktuelle Mock Drafts sehen Tyson immer wieder bei den New York Jets oder den Miami Dolphins, aber auch ein Sprung nach Pittsburgh kann nicht ausgeschlossen werden. Der Draft wird zeigen, ob Tyson seine Chance bekommt, seine Träume in der NFL zu verwirklichen. Ob er in Pittsburgh überzeugen kann, bleibt allerdings abzuwarten.