Tsv hannover kassiert die nächste klatsche – uscins schlägt alarm

Die TSV Hannover-Burgdorf hat sich in der Schwalbe-Arena erneut blamiert. 27:33 beim VfL Gummersbach, die fünfte Pleite nacheinander – und wieder war der Anfang ein Déjà-vu aus dem eigenen Fiasko-Katalog.

Die Zahlen sind gnadenlos: Nach 19 Minuten stand es 3:11, zwei verworfene Siebenmeter, ein Durchbruch nach dem anderen im Leerlauf. Renars Uscins, mit sieben Treffern bester Werfer, brach nach Abpfiff den Tabu-Bann: »Der katastrophale Start war ausschlaggebend. Wir erarbeiten uns Chancen, vergeben sie, und rennen danach 50 Minuten einem Berg hinterher.«

Uscins zieht die reißleine – und fordert sofortige abwehr-kur

Uscins zieht die reißleine – und fordert sofortige abwehr-kur

Pastor-Team, Pastor-Problem: Seit Juan Carlos Pastor vorzeitig das Ruder übernahm, holte Hannover nur einen Sieg und ein Remis. Die Defensive kassiert im Schnitt 33 Tore pro Partie – gegen Gummersbach wieder 33. »Das ist einfach zu viel«, sagt Uscins und schüttelt den Kopf. »Wir müssen die Abwehr so schnell wie möglich stabilisieren, sonst wird das ein endloser Winter.«

Die Kurve nach der Pause suggerierte kurz Hoffnung: 5:0-Tore-Lauf, 24:27 – mehr war nicht drin. Dann brach alles wieder weg, weil Fehlwürfe und Lücken im Rückraum-Verbund die Gummersbacher immer wieder einluden. »Wir zeigen gute Fortschritte im Training«, so Uscins, »aber das hilft uns sonntags nichts, wenn wir die Körbe nicht treffen.«

Nächste Woche kommt mit Flensburg der Meister – und damit die nächste Zerreißprobe. Hannover steht auf Rang 14, nur zwei Punkte über dem Strudel. Die Uhr tickt laut. Uscins: »Wir brauchen jetzt keine Predigt mehr, wir brauchen Punkte.«