Tsg münster trennt sich trotz aufstiegsform von trainer wernig

Der Aufsteiger TSG Münster spielt sich in der 3. Liga Süd-West in die Spitzengruppe – und trennt sich trotzdem von seinem Trainer. Daniel Wernig, der die Mannschaft erst vor wenigen Monaten übernahm, wird den Klub nach Saisonende verlassen. Der Grund: unterschiedliche Vorstellungen über die sportliche Zukunft.

Ein abschlag mit offenem visier

Die Trennung erfolgt nicht im Streit, aber mit klaren Worten. „In den vergangenen Wochen haben sich die Verantwortlichen der TSG Münster und Daniel Wernig in offenen, vertrauensvollen und konstruktiven Gesprächen intensiv über die zukünftige sportliche Ausrichtung der Mannschaft ausgetauscht“, heißt es in der offiziellen Mitteilung des Drittligisten. Doch am Ende fand sich kein gemeinsamer Nenner. Wernig, früher selbst Bundesliga-Spieler, sucht nun eine neue Herausforderung.

Für die TSG kommt der Schritt überraschend. Mit nur drei Punkten Rückstand auf den Tabellendritten aus Hanau und dem sechsten Platz in der Tabelle präsentiert sich der Klub als ernsthafter Aufstiegskandidat. Die Leistung stimmt – die Philosophie offenbar nicht.

Neues trainerteam steht kurz vor der vorstellung

Neues trainerteam steht kurz vor der vorstellung

Die Verantwortlichen um Manager und Co. haben offenbar schon Nachfolger im Visier. Man befinde sich „in vielversprechenden Gesprächen“ und sei „zuversichtlich, bereits in den kommenden Tagen das neue Trainerteam für die Saison vorstellen zu können“. Wer es wird, bleibt vorerst offen. Klar ist: Die TSG will nichts dem Zufall überlassen.

Für Wernig bedeutet der Abschied den zweiten Abgang innerhalb kurzer Zeit. Er hatte erst im Sommer das Amt von Meistertrainer Hans-Josef Embs übernommen, nun geht er selbst. Die TSG bleibt trotz sportlicher Erfolge im Umbruch – und muss beweisen, dass die Leistung nicht an einer Einzelperson hängt.