Tsarukyan schaltet auf angriff: „ich jag topuria aus der ufc“
Arman Tsarukyan redet nicht länger drum herum. Während Justin Gaethje in Miami still seine Koffer für den 14. Juni packt, feuert der Armenier aus Russland täglich neue Warnschüsse Richtung Ilia Topuria – und macht dabei sogar den amtierenden Interims-Champion zum lästigen Nebendarsteller.
Gaethje soll weg, topuria muss her
„Ich hoffe, Gaethje legt die Handschuhe endlich hin“, sagte Tsarukyan dem russischen Journalisten Adam Zubayraev. „Dann nehme ich den Gürtel, treffe Ilia und schicke ihn zurück nach Spanien – ohne UFC-Vertrag.“ Knallhart, direkt, uneinsichtig. Die Zahlen sprechen für ihn: 23 Siege, drei Niederlagen, Platz eins im offiziellen Ranking der Leichtgewichtler. Topuria mag Doppel-Champ sein, aber im 155-Pfund-Bereich wartet ein Mann, der sich seit Monaten wie der rechtmäßige Thronfolger gebärdet.
Die Promotion zögert. Sie bucht lieber Gaethje vs. Topuria ins Weiße Haus und lässt Tsarukyan auf Reserve rotieren. Dabei winkt ihm bereits ein zweites Einsatzgebiet: Gerüchte um einen BMF-Titel-Fight gegen Charles Oliveira schwirren durchs Netz. Für Tsarukyan kein Ziel, sondern eine Zwischenstation. „BMF ist Unterhaltung, aber der echte Gürtel ist das Ziel“, ließ er kurz darauf via Instagram verlauten.

Marketingmaschine neben dem käfig
Was ihm UFC-Chef Dana White nicht per Matchmaking gibt, organisiert sich der 28-Jährige selbst. Am vergangenen Wochenende besiegte er in Philadelphia UFC-Urgestein Urijah Faber im Wrestling – zehter Auftritt außerhalb der Octagon, neunter Sieg, ein Remis. Die Videos gehen viral, die Follower-Zahlen klettern, und selbst im Kaukasus diskutieren Politiker über seinen nächsten Schritt. Tsarukyan versteht die Regeln des modernen Kampfgeschäfts: Sichtbarkeit erzwingt Angebote.
Topuria reagiert nicht – zumindest öffentlich. In seiner Gewissheit steckt ein irritierender Luxus: Der Georgier mit spanischem Pass hat in der UFC noch nie verloren. Doch je länger er schweigt, desto größer wird der Druck. Die Frage ist nicht mehr, ob er gegen Tsarukyan antritt, sondern wann das Unvermeidliche passiert. Die Antwort dürfte UFC 313 oder 314 lauten – vorausgesetzt, Gaethje erledigt vorher die Pflichtaufgabe.
Die Liga der Leichtgewichtler bebt. Ein Champion, ein Interims-Champion und ein Anwärter, der beide als temporäre Störenfriede betrachtet. Tsarukyan setzt nach, Topuria darf nicht ausweichen, und Gaethje? Der spielt in der Geschichte längst nur noch die Nebenrolle des Aufschubs. Die nächste Explosion ist programmiert – und sie wird in einem Käfig stattfinden, nicht auf Twitter.
