Truog wechselt erneut zu ev zug – diesmal für den playoff-endspurt
Der HC Thurgau ist raus, die Saison vorbei. Für Livio Truog hingegen fängt das Entscheidende gerade erst an. Der 22-jährige Stürmer wechselt per B-Lizenz zum EV Zug und verstärkt die Zentralschweizer für die heiße Phase der National League – bereits ab Montag im Heimspiel gegen den HC Lugano.
Kein unbekannter in zug
Das ist keine spontane Notlösung. Schon im Dezember hatte Truog zwei Einsätze für die Zuger absolviert, der Kontakt war also nie ganz abgebrochen. Nun löst der Klub erneut eine B-Lizenz – ein klares Signal, dass man ihm in der Kabine und auf dem Eis vertraut. Wer zweimal gerufen wird, hat beim ersten Mal offensichtlich nicht enttäuscht.

Was er mitbringt, ist keine kleinigkeit
Die Zahlen aus Thurgau sprechen eine deutliche Sprache: 37 Scorerpunkte, bester Schweizer Scorer im Kader, 17 Tore – nur einer traf häufiger im gesamten Team. Das ist kein Mitläufer, der auf eine Gelegenheit wartet. Das ist ein Spieler, der in der Swiss League gezeigt hat, dass er Spiele beeinflussen kann.
Die Frage ist nicht, ob er Qualität hat. Die Frage ist, ob die National League ein anderes Tempo, eine andere Härte und andere Gegenspieler für ihn bereit hält – und ob er den Schritt rechtzeitig macht, um dem EV Zug im Playoff-Endspurt wirklich zu nutzen.

Timing ist alles im eishockey
Truog kommt in einem Moment, in dem jeder Einsatz zählt. Die Zuger wissen, was sie von der Qualifikationsphase in die K.o.-Runden mitnehmen wollen: Breite im Kader, frische Beine, Optionen. Ein hungriger Stürmer aus der Swiss League, der gerade auf dem Höhepunkt seiner Saisonform ist, passt da ins Bild.
Sein erster Auftritt am Montagabend gegen Lugano wird zeigen, ob er die Energie aus Thurgau direkt in die höchste Schweizer Liga überträgt. Und wenn er das schafft, dürfte dieser Wechsel rückblickend wie eine der klügsten B-Lizenz-Entscheidungen dieser Saison aussehen.
