Trump-besuch kippt watchparty: knicks-fans vor aus
New York steht Kopf: Was als historischer Abend für die New York Knicks im NBA-Finale hätte werden sollen, droht in einem politischen Eklat zu enden. Der geplante Public Viewing-Event für Spiel drei wurde kurzfristig abgesagt – Grund: Der Besuch von Präsident Donald Trump.

Sicherheitsbedenken überschatten den sport
Die Entscheidung des New York Police Department (NYPD) fiel 24 Stunden vor dem Spiel. Der Secret Service hatte offenbar Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im Zusammenhang mit Trumps Anwesenheit geäußert. Klubbesitzer James Dolan hatte den Präsidenten persönlich eingeladen, was nun die Feierlichkeiten der Fans zunichtemacht. Die Knicks führen die Best-of-Seven-Serie gegen die San Antonio Spurs mit 2:0 an, und die Hoffnung auf den ersten Titel seit 1973 war groß.
Die Plaza33, direkt neben dem Madison Square Garden, blieb gestern Abend still. Die Bildschirme blieben dunkel, während die Fans vor einem Scherbenhaufen ihrer Vorfreude standen. Die Absage ist besonders bitter, da die Tickets für das Spiel selbst astronomische Preise erreichen – bis zu 8.000 Dollar für die günstigsten Plätze. Für viele ist das Public Viewing die einzige Möglichkeit, die Spiele live zu erleben.
Stephen A. Smith, renommierter ESPN-Reporter, äußerte sich scharf zu Trumps Besuch: “Ich will ihn dort nicht haben. Es geht nicht um Politik, sondern darum, dass er Störungen verursacht und gleichzeitig zum Chaos beiträgt, das im Madison Square Garden herrschen wird.” Er erwartet eine Atmosphäre, “wie ich sie in meiner gesamten Karriere als Sportreporter noch nie gesehen habe.” Die Festnahmen von über zwei Dutzend Fans beim Public Viewing am Freitag dürften die Entscheidung zur Absage zusätzlich beeinflusst haben.
Doch der Fall geht über die Knicks hinaus. Beobachter sehen in Trumps Anwesenheit und der geplanten Teilnahme von Bürgermeister Zohran Mamdani einen Vorboten dessen, was bei der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft zu erwarten sein könnte. Der Präsident scheint das Turnier für seine eigene Inszenierung nutzen zu wollen, nicht zuletzt durch seine freundschaftlichen Beziehungen zu FIFA-Boss Gianni Infantino.
Die Fans der Knicks sind enttäuscht, aber die Hoffnung auf den Titel bleibt bestehen. Sollten die Knicks am Mittwoch den Sieg davontragen, wäre der Jubel unbeschreiblich – unabhängig davon, ob Trump dann wieder in der Arena sitzt oder nicht.
