Trick beim Handgepäck aufgedeckt: Bodenpersonal schildert zunehmendes Problem

Hamburg – Bodenpersonal an Flughäfen beobachten einen steigenden Trend: Immer mehr Passagiere versuchen, überdimensionales Handgepäck an Bord zu nehmen und nutzen dafür Bordschränke, die eigentlich für andere Zwecke reserviert sind.

Zunehmende Nutzung von Bordschränken

Ein Mitarbeiter einer Fluggesellschaft berichtete in einem Reddit-Forum, dass Passagiere versuchen, sperriges Gepäck wie Gitarren oder Hochzeitskleider in den Schränken zu verstauen, die in einigen Flugzeugen für Crew-Kleidung, Rollstühle oder Jacken der First-Class-Passagiere vorgesehen sind. Die Zahl der Passagiere, die dies tun, sei „dramatisch angestiegen“.

Flugbegleiter bestätigen das Problem und kritisieren die Erwartungshaltung mancher Gäste, die bei fehlendem Platz im Schrank lautstark protestieren. Sie schlagen vor, dass Passagiere mit sperrigem Handgepäck frühzeitig einsteigen sollten, um eine bessere Chance auf einen Platz im Schrank zu haben.

Weitere Beobachtungen an Bord

Weitere Beobachtungen an Bord

Neben dem Thema Handgepäck berichten Flugbegleiter auch von einer zunehmenden Anspruchshaltung der Passagiere. Der „Pax Call“, der eigentlich für Notfälle gedacht ist, wird vermehrt für Kleinigkeiten wie das Entsorgen von Schokoladenpapier missbraucht. Erfahrene Flugbegleiter können Vielflieger von Gelegenheitsreisenden unterscheiden, wobei letztere oft ungeduldig sind und Gepäckfächer während des Rollens öffnen.

Priorisierung der Bordschränke

Priorisierung der Bordschränke

Bordschränke werden zuerst für Mobilitätshilfen, dann für Crew-Kleidung und schließlich für Jacken aus der First oder Business Class genutzt. Sollte noch Platz vorhanden sein, werden Hochzeitskleider oder Instrumente verstaut – sofern die Größe es zulässt. Im Winter sind die Schränke oft bis zum Rand mit Daunenjacken gefüllt, was die Unterbringung von zusätzlichem Gepäck erschwert.