Trapani darf weiterspielen: punktabzug, aber keine lizenzentziehung – drama in serie c geht weiter
Trapani lebt. Mit einem blutigen 5-Punkte-Abzug, aber noch ohne Lizenzentzug, schrammte der Klub am Freitag am vorläufigen Aus der Serie C vorbei. Das Nationale Sportgericht verhängte die Strafe für Steuerschulden – und ließ die Granata damit auf Todeszone-Niveau rutschen: 23 Zähler, Vorletzter im Girone C.
Die rechnung: 20 punkte minus, ein klub am rande des abgrunds
Die 5 Punkte kommen zu den bereits verhängten 15 dazu. Grund ist das erneute Zahlungsversäumnis von INPS- und IRPEF-Raten, eigentlich fällig im August und September 2024, aber bis zum 16. Dezember 2024 nicht beglichen. Präsident Giuseppe Antonini hatte vor Gericht eine sogenannte „sospensiva“ vorgelegt – eine Einstellung der Vollstreckung durch das trapanische Finanzamt. Die Staatsanwaltschaft der FIGC forderte daraufhin die sofortige Ausschlussstrafe. Die Richter ließen sich nicht überzeugen, blieben aber unter der Schwelle zum Lizenzentzug.
Die Begründung folgt innerhalb von zehn Tagen. Danach beginnt der zweite Akt: Berufung. Beide Seiten – Verteidiger Rodella und die FIGC – haben bereits angekündigt, in die nächste Instanz zu gehen. Termin dafür: voraussichtlich bis 10. April, zwei Spieltage vor Saisonende.

Drittes verfahren droht: fehlbetrag gleich doppelt geahndet
Parallel dazu läuft bereits ein weiteres Deferrement. Gleiche Raten, gleiche Fristen – nur dass die Prüfung sich auf den Stichtag 16. Februar 2025 bezieht. Die Richter müssen also entscheiden, ob sie die Rückstände erneut als „wiederholte Vertragsbrüche“ werten. Fällt auch hier die Klappe, wäre der Klub doppelt abgestraft – und die Serie-C-Lizenz erneut auf dem Prüfstand.
Die Uhr tickt. Die Saison endet am 27. April. Alles, was danach kommt, wäre eine Saisonverschiebung oder ein Zwangsabstieg. Die Spieler trainieren weiter, die Fans buhen, die Verwaltung rechnet. 23 Punkte, 16. Platz, drei Verfahren offen. Trapanis sportliche Zukunft steht auf fahler Null.
