Trainer filmte spielerinnen heimlich: fifpro fordert härtere strafe
Vier Jahre lang filmte Petr Vlachovsky seine Spielerinnen unbemerkt in der Umkleidekabine. Vier Jahre. Und das Urteil? Ein Jahr Haft, ausgesetzt. Ein fünfjähriges Berufsverbot in Tschechien – das ihn außerhalb der Landesgrenzen keinen einzigen Tag stoppt. Der Fall beim 1. FC Slovacko (Frauenabteilung) hat eine Debatte ausgelöst, die weit über die tschechische Liga hinausgeht.
Was vlachovsky tat – und was die justiz daraus machte
Vlachovsky war vier Jahre lang Cheftrainer der Frauenmannschaft des 1. FC Slovacko, einem Klub aus dem tschechischen Oberhaus. Laut mehreren übereinstimmenden Berichten nutzte er diese Position, um die Spielerinnen systematisch in ihrer Privatsphäre zu überwachen. Heimliche Aufnahmen in der Kabine – ein schwerer Eingriff, der in vielen Ländern als sexueller Übergriff eingestuft wird.
Die Spielerinnen entdeckten ihn selbst. Und dann kam das, was viele als zweite Demütigung empfinden: Das Gericht verhängte eine Bewährungsstrafe. Kein einziger Tag hinter Gittern. Sportrechtlich wurde ihm das Trainieren in Tschechien für fünf Jahre untersagt – mit der absurden Lücke, dass er morgen in einem anderen Land auf der Trainerbank sitzen könnte.

Die fifpro greift ein – und wählt klare worte
Die Spielergewerkschaft FIFPRO hat sich in einem offiziellen Statement unmissverständlich positioniert. Der Ton ist scharf, die Botschaft eindeutig: „Eine ausgesetzte Haftstrafe mit einem bloßen Verbot, im Inland zu trainieren, reicht schlicht nicht aus.
