Träen stiehlt die show: norwegischer coup in foix!

Ein norwegischer Ausreißer hat Tadej Pogacar auf der vierten Etappe der Tour de France überrascht und das Gelbe Trikot erobert. Torstein Träen von Uno-X Mobility nutzte eine hitzige Fluchtgruppe aus, um den slowenischen Titelverteidiger zu überrumpeln – eine Geschichte voller Rückschläge und beeindruckender Comebacks.

Der mann am scheitelpunkt: träens weg zurück

Mads Pedersen mag zwar die Etappe in Foix gewonnen haben, doch der eigentliche Triumph gehörte Torstein Träen. Als Achter im Ziel erreichte er mit einem Vorsprung von 28 Sekunden auf Sean Quinn die Ziellinie und katapultierte sich an die Spitze der Gesamtklassement. Seine Ausgangsposition als 24. mit einem Rückstand von nur 5:06 Minuten war dabei der perfekte Nährboden für diesen unerwarteten Erfolg. Die Hitze des Tages spielte ihm dabei in die Karten, als das Peloton die Favoriten großzügig gewähren ließ und satte 13 Minuten einbüßte – ein Geschenk für die Ausreißer.

Von schweren stürzen zu krebsdiagnose: eine karriere voller hürden

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Träens Triumph ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, welche Hindernisse er auf seinem Weg überwinden musste. Sein Debüt bei der Tour de France 2023 endete abrupt mit einem schweren Sturz auf der ersten Etappe rund um Bilbao. Doch er gab nicht auf, sondern kämpfte sich bis nach Paris, wenn auch nur als 95. der Gesamtwertung. „Mein Ellenbogen war gar nicht so schlimm!“, pflegte er damals zu sagen, während er sich trotz des Bruchs zurück ins Rennen warf.

Doch die Herausforderungen setzten sich fort. 2022 wurde bei ihm Hodenkrebs diagnostiziert, ausgelöst durch erhöhte HCG-Werte. Eine Früherkennung, die ihm dank regelmäßiger Kontrollen ermöglicht wurde. „Ohne diese Kontrolle wäre ich vermutlich erst Monate später zum Arzt gegangen“, gestand er offen. Die Operation im Mai und die anschließende Pause zeugen von seinem unbändigen Willen.

Die vuelta-formel funktioniert auch in frankreich

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Seine Hartnäckigkeit zahlte sich aus. Nach dem Wechsel zu Bahrain-Victorious feierte er 2024 einen Etappensieg bei der Tour de Suisse am Gotthard und widmete diesen Erfolg seinem verstorbenen Teamkollegen Gino Mäder. Er gestand: „Ich hatte das Finale überhaupt nicht studiert, weil ich eigentlich nicht in der Flucht sein sollte.“ Diese Strategie, aus einer Fluchtgruppe die Führung zu erobern, hatte er bereits 2025 bei der Vuelta in Andorra erfolgreich angewendet, wo er vier Etappen lang das rote Trikot trug. Nun wiederholt er dieses Prinzip auf der Tour de France – ein Beweis für seine taktische Intelligenz und seine außergewöhnliche Form.

Nach dem Sieg wirkte Träen sichtlich erleichtert und dankbar. „Ich bin immer glücklich, bei der Tour zu performen, der größten Rundfahrt der Welt. Vor allem bin ich dankbar, dass mir das Team die Chance gegeben hat, dieses Trikot zu übernehmen.“ Und fügte hinzu: „Ich habe vor allem daran gedacht, mich abzukühlen.“

Die Tour de France hat mit Torstein Träen einen neuen, unerwarteten Helden bekommen – einen Kämpfer, der nach Rückschlägen und Krankheiten stärker zurückgekehrt ist und nun die Gesamtführung übernommen hat. Seine Geschichte ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern ein Zeugnis von Durchhaltevermögen und unbändigem Willen.