Toyota wagt den h2-raketenstart: dakar 2027 ohne emissionen!
Die Wüste Afrikas wird schon bald Zeuge einer technologischen Revolution: Toyota plant, den legendären Dakar-Rallye mit einem Wasserstoff-betriebenen Prototypen zu erobern. Nach Audis Erfolg mit einem Hybrid-Prototypen in 2022 setzt nun Toyota auf eine noch radikalere Technologie – und will bereits 2027 in der Kategorie Mission 1000 die ersten Schritte in Richtung emissionsfreier Rallye-Dominanz unternehmen.
Ein hilux mit zukunftsmusik unter der haube
Der DKR GR FC Hilux prototype mag äußerlich einem herkömmlichen Hilux entsprechen, doch unter der Karosserie verbirgt sich eine Zukunftsvision: eine Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird und im Idealfall keine schädlichen CO2-Emissionen produziert. Toyota verfolgt einen ehrgeizigen Plan: den Sieg im Dakar mit einem Fahrzeug zu erringen, das absolut emissionsfrei fährt. Die ersten Tests unter realen Bedingungen, auch wenn die Bedingungen der Mission 1000-Klasse sich von der regulären Dakar-Strecke unterscheiden, sollen Aufschluss über die Zuverlässigkeit und Effizienz des Systems geben. Die Kühlung, die Energieverwaltung – all das wird unter die Lupe genommen.
Doch Toyota denkt größer: Das Unternehmen plant, in naher Zukunft auch in der Königsklasse der Rallye mit Wasserstoff-Prototypen anzutreten, was eine Anpassung des Reglements und ein neues Balance of Performance (BoP) erfordern würde. Die Strategie geht sogar so weit, dass Toyota die gleichzeitige Teilnahme von Wasserstoff- und Verbrennungsmotoren in Betracht zieht, wobei letztere ebenfalls auf den Weg zu emissionsneutraler Technologie gehen, beispielsweise durch den Einsatz von hundertprozentigem synthetischem Kraftstoff in Zusammenarbeit mit Repsol.
Wasnobody erzählt: Dieser Ansatz ist kein bloßes Experiment. Es ist ein mutiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Zukunft im Motorsport. Die japanische Marke setzt alles auf eine Karte, um nicht nur den Dakar, sondern auch andere prestigeträchtige Rennen zu erobern.

Le mans als nächste bühne für die wasserstoff-offensive
Parallel zum Dakar-Projekt entwickelt Toyota auch einen Prototypen für die 24 Stunden von Le Mans. Der Toyota TR LH2, bereits in einer Demonstrationsversion bei den letzten 24 Stunden von Le Mans zu sehen, wird mit einem Flüssigwasserstoffmotor betrieben. Kazuki Nakajima steuerte das Fahrzeug bei einer ersten Testfahrt. Sobald die Regeln es zulassen – voraussichtlich 2030 – soll der TR LH2 in der Top-Klasse der französischen Langstrecken-Klassiker um den Sieg kämpfen.
Die Entwicklung beider Projekte, Dakar und Le Mans, läuft parallel, was die Ambitionen von Toyota unterstreicht. Es geht nicht nur um den Sieg, sondern um die Demonstration einer zukunftsweisenden Technologie, die den Motorsport nachhaltiger machen kann. Die Marke setzt auf Wasserstoff als eine der Schlüsseltechnologien für die Zukunft des Rennsports – und will beweisen, dass Leistung und Umweltverträglichkeit Hand in Hand gehen können.
Die ersten Tests werden entscheidend sein, um die Technologie zu optimieren und die Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Doch eines ist klar: Toyota will nicht nur teilnehmen, sondern gewinnen – und damit eine neue Ära im Motorsport einläuten.
