Tour de francia: pogačar festegt pause, fordert kalenderreform!

Die erste Ruhetage des diesjährigen Tour de Francia ist da – und die Diskussionen auch. Tadej Pogačar, aktuell im Gelben Trikot, nutzte die Gelegenheit, um eine drastische Umstrukturierung des Rennkalenders zu fordern. Nach neun anstrengenden Etappen, die von sengender Hitze, chaotischen Sprinten und harten Kämpfen in den Pyrenäen geprägt waren, scheint die Forderung des slowenischen Fahrers auf fruchtbaren Boden zu fallen.

Die aktuelle situation im gesamtklassement

Pogačar demonstrierte eindrucksvoll seine Dominanz und liegt nun 2:42 Minuten vor Jonas Vingegaard, seinem direkten Konkurrenten. Der mexikanische Überraschungsmann Isaac del Toro belegt den dritten Platz mit einem Rückstand von 3:27 Minuten. Die Hitze zwang die Organisatoren, die neunte Etappe in Ussel um 30 Kilometer zu verkürzen, was die Strapazen für die Fahrer noch einmal erhöhte. Nun erholen sich die Athleten vor den anstehenden Herausforderungen.

Doch Pogačar denkt schon weiter. Er plädiert vehement für eine Anpassung des Rennkalenders, um das Risiko extremer Hitzeperioden in den Monaten Juli und August zu vermeiden. „Wir müssen sicherstellen, dass die Sicherheit der Fahrer oberste Priorität hat“, betonte er. „Es ist unverantwortlich, uns in Regionen mit solchen Temperaturen zum Rennen zu zwingen.“

Die 10. etappe: aurillac – le lioran – eine tortur im zentralmassiv

Die 10. etappe: aurillac – le lioran – eine tortur im zentralmassiv

Bereits morgen, am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, wird die Grande Boucle mit einer anspruchsvollen Mittelgebirgs-Etappe fortgesetzt. Die Strecke von Aurillac nach Le Lioran erstreckt sich über 166,6 Kilometer und verspricht eine Zerreißprobe für die Fahrer. Die letzten 75 Kilometer sind besonders tückisch, denn hier konzentrieren sich unglaubliche 3.900 Höhenmeter auf eine Reihe von steilen Anstiegen.

Ein neues Highlight ist der Col de la Griffoul (2. Kategorie, 5,9 km), der als Vorgeschmack auf die beiden anspruchsvollen Pässe der Kategorie 1 dient. Der majestätische Puy Mary – Pas de Peyrol (7,8 km, 6% Steigung) wird aus neuer Perspektive bestritten, bevor es weiter zum Col de Pertus (4,4 km, 8,5% Steigung) geht – ein Ort, an dem Vingegaard im Jahr 2024 einen entscheidenden Angriff von Pogačar neutralisieren konnte. Der abschließende Anstieg zum Col de Font du Cère (3,1 km, 5,8%) führt schließlich hinab nach Le Lioran.

Die Etappe wird zweifellos ein entscheidender Moment im Rennen sein, bei dem sich die Kräfteverhältnisse neu ordnen könnten. Die Erinnerung an den Kampf im Vorjahr, als Vingegaard seine Stärke demonstrierte, liegt noch frisch im Gedächtnis. Ob Pogačar seine Führung behaupten kann, bleibt abzuwarten – eines ist jedoch sicher: Der Kampf um das Gelbe Trikot ist noch lange nicht entschieden.