Tour de france: kult-fan dieter senft von einbrechern ausgeraubt – comeback gelingt!

Barcelona – Ein Schock für die Tour de France-Fangemeinde: Dieter „Didi“ Senft, seit Jahrzehnten eine Ikone am Straßenrand, erlitt kurz vor dem Start einen Einbruch in seinen Campervan. Der Kult-Fan verpasste dadurch die erste Etappe, doch seine Entschlossenheit und der Zusammenhalt der Community sorgten für ein überraschend schnelles Comeback.

Ein teufelskostüm und eine kühlbox im visier

Ein teufelskostüm und eine kühlbox im visier

Die Diebe schlugen am Mittwoch in Barcelona zu und entwendeten aus Senfts Wohnmobil Hygieneartikel, einen Lautsprecher und eine mobile Kühlbox samt Schinken und Käse. Entgegen erster Meldungen blieb sein markantes Teufelskostüm unberührt. „Viel mehr ist schon gestohlen worden – und es ist erst Mittag. Das ist hier eine raue Gegend“, klagte der 74-Jährige frustriert auf Social Media. Der Schaden, so wie er sich darstellt, ist jedoch deutlich höher als zunächst angenommen.

Senft, der seit 1993 als „Didi the Devil“ mit seiner roten Verkleidung und dem Dreizack die Tour begleitet, reagierte prompt und deckte das beschädigte Fenster mit einem „teuflisch eleganten roten Tuch“ ab. Das improvisierte Reparieren zeugt von seinem unermüdlichen Einsatzwillen und seinem Humor – Eigenschaften, die ihn so beliebt machen.

Ein Dank an die Nachbarn: Was den Vorfall besonders bitter machte, war die Notwendigkeit, den Schaden der Polizei zu melden und den Tag am Fahrzeug verbringen zu müssen, anstatt die Rennen zu verfolgen. Doch auch hier zeigte sich die Hilfsbereitschaft der Menschen: „Ein großes Dankeschön an Faline und Greg, die bei der Polizei spontan übersetzt haben“, bedankte sich Senft.

Nachdem die Anzeige erstattet war, kehrte „Didi the Devil“ doch noch an die Strecke zurück und schloss nahtlos an die Tradition an. Er ist ein lebendes Symbol für die Leidenschaft und den Teamgeist, die den Sport so einzigartig machen. Seine Geschichte erinnert uns daran, dass selbst Rückschläge die Freude am Sport nicht trüben können.

Die Tour de France setzt ihre Reise nun in Richtung Pyrenäen fort, während Dieter Senft, gestärkt durch die Unterstützung seiner Fans, wieder seinen festen Platz am Straßenrand einnehmen kann. Ein Beweis dafür, dass die wahre Seele des Sports nicht in den Siegen, sondern in der unerschütterlichen Begeisterung der Fans liegt.