Tour de France: Jonas Vingegaard nach Tour-Niederlage von Michael Rasmussen scharf kritisiert
Paris/Kopenhagen – Jonas Vingegaard, der letztjährige Tour-de-France-Sieger, hat nach seiner Aufgabe aufgrund eines schweren Sturzes und der anschließenden Dominanz von Tadej Pogacar scharfe Kritik einstecken müssen. Ex-Profi Michael Rasmussen bezeichnete die Erklärungsversuche des Dänen bezüglich seines Rückstands auf Pogacar als „schwache Ausreden“.
Vingegaard versucht, Rückstand zu erklären
Nach dem Rennen hatte
Vingegaard versucht, den Grund für seine Schwierigkeiten zu erläutern. Er argumentierte, dass seine Vorbereitung auf den Giro d'Italia, den er dieses Jahr gewann, andere Schwerpunkte gesetzt habe als die Tour de France. Während der Giro d'Italia lange, gleichmäßige Anstiege betont, sind bei der Tour de France kurze, explosive Attacken entscheidend. Die kurze Pause von fünf Wochen zwischen den beiden Rennen sei nicht ausreichend gewesen, um den Umstieg zu vollziehen.“Das klingt wie eine Ausrede”, sagte Rasmussen gegenüber dem Sender “Viaplay”. “Sie hatten einen ganzen Monat Zeit, um ihn wieder explosiver zu machen.” Er betonte, dass Vingegaard den Sieg im Giro souverän errungen habe und keine Anzeichen von Erschöpfung gezeigt habe.

Rasmussen: Pogacars Dominanz unantastbar
Trotz Vingegaards Argumenten blieb er in Frankreich chancenlos gegen Pogacar, der dieses Jahr nicht am Giro teilgenommen hatte. Vor dem Sturz des Dänen auf der 15. Etappe lag Pogacar bereits mit über viereinhalb Minuten Vorsprung. Rasmussen äußerte sich drastisch: “Visma hätte Jonas zum Mond schicken können – das Resultat wäre dasselbe gewesen: eine Niederlage gegen Pogacar.”
Lange Zeit hatten sich Vingegaard und Pogacar bei den Grand Tours ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Seit 2024 hat sich Pogacars Dominanz jedoch kontinuierlich verstärkt. Die Leistung des slowenischen Fahrers ist derzeit unübertroffen.

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