Tost schlägt alarm: newey-effekt bei aston martin verzögert sich!

Die Formel 1-Szene staunt: Franz Tost, der gerade erst seinen Hut als Teamchef von Toro Rosso aufgehängt hat, hat im Podcast '15 Love - Der Business' einige brisante Aussagen über die Zukunft von Aston Martin getätigt. Der erfahrene Motorsport-Experte äußert Zweifel, ob der gehypte Adrian Newey seine ambitionierten Ziele in naher Zukunft erreichen kann – und benennt einen entscheidenden Grund.

Neweys späte ankunft: ein massiver nachteil

Tost, der Red Bull fast zwei Jahrzehnte lang wie kaum ein anderer geprägt hat, weiß, worüber er spricht. Er betont, dass Neweys Wechsel zu Aston Martin im April dieses Jahres eine enorme Herausforderung darstellt. „Für ein Projekt dieser Größenordnung ist dieser Zeitrahmen extrem kurz“, so Tost. Die Entwicklung eines neuen Autos ist ein komplexer Prozess, der viel Zeit und Ressourcen erfordert. Neweys späte Ankunft hat die ohnehin schon ambitionierten Pläne zusätzlich belastet.

Trost bleibt jedoch: „Ich bin davon überzeugt, dass er, wenn seine Gesundheit es zulässt, bis 2027 ein wettbewerbsfähiges Auto auf die Beine stellen wird.“ Dieser Verweis auf Neweys Gesundheit ist dabei der eigentliche Knackpunkt, der für Gesprächsstoff sorgt. Ist es eine subtile Anspielung auf sein Alter von 67 Jahren, oder steckt mehr dahinter?

Honda-motor als stolperstein

Honda-motor als stolperstein

Doch nicht nur die Zeit ist ein Faktor, der Aston Martin‘s Fortschritt behindert. Tost macht auch Honda dafür verantwortlich. „Honda hat sich bei diesem neuen Motor verkalkuliert. Sie haben etwas gebaut, das nicht so funktioniert, wie sie es sich vielleicht erhofft haben.“ Diese deutliche Kritik zeigt, dass Tost die Probleme des japanischen Herstellers sehr ernst nimmt. Er gibt aber auch zuversichtlich zu, dass Honda die Lage in den Griff bekommen wird: „Ich kenne die Japaner und bin überzeugt, dass sie das Problem bis spätestens nächstes Jahr lösen werden.“

Antonelli beeindruckt, verstappen bleibt unerreicht

Antonelli beeindruckt, verstappen bleibt unerreicht

Neben den Entwicklungen bei Aston Martin äußerte sich Tost auch zum Aufstieg des jungen Talents Andrea Kimi Antonelli. Der ehemalige Toro Rosso-Teamchef ist von den Leistungen des Mercedes-Juniorenfahrers begeistert: „Kimi Antonelli macht einen sensationellen Job, wirklich beeindruckend. Es überrascht mich, wie gut er Russell im Moment kontrolliert. Er ist schneller, das hätte ich nicht erwartet.“

Dennoch relativiert Tost die Euphorie um Antonelli: „Max Verstappen ist unbestritten der beste Fahrer in der Formel 1, im Moment.“ Tost, der bei Toro Rosso stets ein Auge auf junge Talente hatte, weiß, wie wichtig es ist, junge Fahrer richtig zu fördern. Er ist zuversichtlich, dass Toto Wolff Antonelli in die richtige Bahn lenken wird, aber der Schatten Verstappens ist lang.

Die Worte von Franz Tost sind ein deutliches Signal an die Formel 1: Der Weg zum Erfolg ist lang und steinig, und auch ein Genie wie Adrian Newey braucht Zeit – und einen funktionierenden Motor.