Topuria: vom mma-star zum box-traum – und zum rücktritt?

Ilia Topuria hat es geschafft. Mit gerade einmal 29 Jahren thront der hispano-georgische Mixed Martial Artist nun unangefochten auf dem UFC-Thron – und das als erster ungeschlagener Double-Champion in der Geschichte der Organisation. Drei Legenden der MMA-Szene, Alexander Volkanovski, Max Holloway und Charles Oliveira, fielen dem explosiven Stil ‘El Matadors’ zum Opfer. Doch der Erfolg scheint ihn nicht zu befriedigen. Ein Blick auf die Zukunft wirft Fragen auf: Wie lange wird Topuria noch in der UFC kämpfen?

Die spitze ist erreicht – doch was kommt danach?

Topuria hat in der UFC alles erreicht, was er sich erhofft hat. Die Verteidigung des Federgewichtstitels gegen Justin Gaethje am 14. Juni im ausverkauften UFC Casa Blanca ist dabei nur der nächste, aber potenziell entscheidende Schritt. ‘El Matador’ scheint jedoch bereits über diesen Kampf hinaus zu denken. Er spricht offen über die Suche nach neuen Herausforderungen, die ihn emotional und sportlich motivieren. Die Zahl der Gegner, die ihm wirklich etwas zusetzen könnten, schwindet. „Wenn es ein gewöhnliches Event gegen jemanden ist, der für mich nichts bedeutet, dann werde ich vielleicht nicht kämpfen“, so Topuria in einem Interview mit MARCA.

Ein Wechsel ins Weltergewicht und ein Duell mit Islam Makhachev, dem ungeschlagenen Champion in dieser Gewichtsklasse, gilt als sein großer Traum. Es wäre ein historischer Moment, sollte es gelingen, dort ebenfalls den Titel zu erringen und so zum ersten Triple-Champion in der Geschichte der UFC aufzusteigen. Aber die Ambitionen des jungen Kämpfers reichen noch weiter.

Mehr als nur mma: topuria plant die zukunft

Mehr als nur mma: topuria plant die zukunft

Topuria hat bereits angedeutet, dass er seine Karriere nicht unnötig in die Länge ziehen möchte. Neben dem Boxen, wo er sich ein paar spektakuläre Kämpfe vorstellen kann, konzentriert er sich zunehmend auf seine Geschäftsinteressen. Seine Beteiligung an der MMA-Promotorenfirma WOW FC zeigt, dass er seine Zukunft auch außerhalb des Octagons sieht.

Die Momente, die er schafft, die Geschichten, die er seinen Kindern und Enkeln erzählen kann, sind für Topuria wichtiger als materielle Erfolge. Die UFC Casa Blanca ist dabei nur ein Kapitel in einer viel größeren Geschichte. Es ist ein Gefühl, das man nicht ablehnen kann.

Die Frage ist nicht, ob Ilia Topuria seine Karriere in der MMA beenden wird, sondern wann. Denn eines ist klar: Solange er nicht die Leidenschaft und die Herausforderung spürt, wird er nicht mehr in den Ring steigen. Die Fans dürfen sich also auf die kommenden Kämpfe freuen – solange sie noch stattfinden.