Tommaso romei wechselt nach potsdam: italiens kreisläufer-talent stürmt in die 2. bundesliga

Der 1. VfL Potsdam hat den nächsten Coup gelandet. Mit Tommaso Romei kommt ein italienischer Nationalspieler an die Havel, der den Abgang von Gabriele Sontacchi kompensieren soll. Der Kreisläufer wechselt vom österreichischen Klub Bregenz in die deutsche 2. Bundesliga – und bringt das, was Potsdam braucht: Wendigkeit, Abschlussstärke und eine Deckungsarbeit, die Gegner zur Verzweiflung treibt.

Warum sontacchi gehen musste – und romei die lücke füllt

Der Abgang von Sontacchi war unausweichlich. Bob Hanning, Head of Sports beim 1. VfL und gleichzeitig Nationaltrainer Italiens, macht keinen Hehl daraus: „Gabriele ist leider aufgrund seiner Vielzahl an Verletzungen in Potsdam nie angekommen und hat mich um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Wir haben seinem Wunsch entsprochen.“

Das klingt hart. Aber im Profisport zählt eines – Verfügbarkeit. Sontacchi konnte sie nicht bieten. Romei hingegen kommt mit dem Ruf eines Spielers, der auf dem Feld alles gibt und dabei selten ausfällt.

Was Hanning an seinem neuen Schützling schätzt, lässt sich an einem Satz ablesen: „Ein Dank geht an Bregenz, das uns die Möglichkeit gegeben haben, den Spieler zu verpflichten.“ Übersetzt: Dieser Transfer war kein Selbstläufer. Potsdam musste kämpfen. Und hat gewonnen.

Was romei wirklich kann – und warum die defensive aufatmet

Was romei wirklich kann – und warum die defensive aufatmet

Line Player mit internationalem Format sind in der zweiten Liga Mangelware. Romei tickt anders. Seine Beweglichkeit für einen Kreisläufer ist ungewöhnlich, sein Wurf aus dem Rücken gefürchtet. Aber das entscheidende Detail: Er verteidigt. Aggressiv, zupackend, mit dem Ego eines Spielers, der weiß, dass Tore auch hinten verhindert werden.

Genau das fehlte Potsdam. Ein Team, das aufsteigen will, braucht Spieler, die beide Seiten des Felds beherrschen. Romei ist kein Spezialist für den Angriff, der sich in der Deckung versteckt. Er ist ein Komplettpaket – und das für die 2. Bundesliga ein echtes Upgrade.

Seine eigene Einschätzung klingt bescheiden, verrät aber viel: „Ich freue mich sehr, diese Saison in Potsdam spielen zu dürfen, weil es ein sehr entwicklungsfähiger Verein ist, in dem ich mich stark verbessern kann.“ Entwicklungsfähig. Das ist das Stichwort. Potsdam baut, Romei wächst – ein Deal, bei dem beide Seiten gewinnen.

Der hanning-faktor: warum italiens nationaltrainer in potsdam doppelt gewinnt

Der hanning-faktor: warum italiens nationaltrainer in potsdam doppelt gewinnt

Hinter dem Transfer steckt mehr als sportliche Logik. Hanning trainiert die italienische Nationalmannschaft. Er kennt Romei, vertraut ihm, bringt ihn nach Deutschland. Für den Italiener ist das ein Sprungbrett. Für Hanning ein Investment in seine eigene Zukunft als Bundestrainer.

Wenn Romei in Potsdam durchstartet, profitiert die Squadra Azzurra mit. Ein Nationalspieler in der deutschen zweiten Liga ist besser als einer in der österreichischen Bundesliga. Die Rechnung ist simpel, die Konsequenzen weitreichend.

Die Fans in Potsdam dürfen sich auf einen Spieler freuen, der Tore macht, aber vor allem eines verkörpert: den unbedingten Willen, sich zu beweisen. Romei sagt: „Ich kann es kaum erwarten, mit den Spielen zu beginnen und die Fans und das neue Umfeld kennenzulernen.“

Das klingt nach einem Mann, der weiß, worauf er sich einlässt. Die 2. Bundesliga ist kein Spaziergang. Aber Romei ist kein Tourist. Er ist gekommen, um zu bleiben – und um Potsdam nach oben zu schieben.