Tolkin-knie: keine kreuzbandriss-tragödie – wm-traum lebt!

Ein Schreck für alle Fans des Holstein Kiel und für John Tolkin persönlich: Die Bilder nach dem Zusammenstoß mit Cedric Itten wirkten alarmierend. Doch zum Glück für den US-Amerikaner und seine Hoffnungen auf die WM 2026 in Nordamerika, hat sich der Linksverteidiger keine schwerwiegende Verletzung zugezogen – zumindest nicht im schlimmsten Fall.

Die erste diagnose: bangen um die karriere

Die Szene in Düsseldorf ließ die Herzen der Kieler Fans höherschlagen. Tolkin, der im Januar von den New York Red Bulls kam und sich in der 2. Bundesliga rasch einen Namen machte, verdrehte sich bei einer Bewegung das rechte Knie, ohne dass Itten ihn grob gefoult hätte. Tim Walter, der Trainer von Holstein Kiel, drückte nach dem knappen 2:1-Sieg seine Besorgnis aus: „Es hat ganz, ganz schlecht ausgesehen.“ Die Befürchtung eines Kreuzbandrisses lag nahe, was für Tolkin nicht nur das vorzeitige Ende der Saison, sondern auch das Platzen seines Traums vom WM-Einsatz bedeutet hätte.

Innenbandverletzung – die hoffnung bleibt

Innenbandverletzung – die hoffnung bleibt

Die Ergebnisse der Untersuchung am Montag brachten dann die erlösende Nachricht: Kein Kreuzbandriss! Stattdessen zog sich Tolkin eine Innenbandverletzung zu. Die genaue Schwere der Verletzung wurde von den „Störchen“ nicht mitgeteilt, aber betont wurde, dass sie konservativ behandelt wird. Das bedeutet, dass der Linksverteidiger in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen wird, aber die Chance besteht, dass er noch im laufenden Kalenderjahr wieder auf dem Platz stehen kann.

Die wm 2026 im visier

Die wm 2026 im visier

Für John Tolkin ist die Nachricht ein Segen. Die WM 2026, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird, ist für ihn eine riesige Chance, für sein Heimatland zu spielen. Er hat bereits zehn Länderspiele absolviert, wurde im Herbst 2025 von Nationalcoach Mauricio Pochettino berufen, fand aber in den jüngsten Testspielen gegen Belgien und Portugal keine Berücksichtigung. Mit 27 Partien und 26 Startelfeinsätzen in der laufenden Saison hat er sich jedoch bereits einen Stammplatz in der Mannschaft erarbeitet und will diese Leistung nun nach seiner Genesung wiederholen.

Die Störche müssen nun ohne ihren wichtigen Linksverteidiger auskommen, während Tolkin alles daran setzen wird, seine Genesung zu beschleunigen und seinen Traum von der WM 2026 am Leben zu erhalten.