Todesfelde: aufstieg in die 2. bundesliga – doch wo wird gespielt?
Sensation in Schleswig-Holstein! Der SV Todesfelde hat die 3. Liga Nord mit einem beeindruckenden Punkteverhältnis von 42:2 dominiert und steigt damit in die 2. Handball-Bundesliga der Frauen auf – vorausgesetzt, die Lizenz wird erteilt. Doch der Triumph wirft einen unerwarteten Schatten: Die eigene Halle ist schlichtweg zu klein, um den Anforderungen der höheren Spielklasse gerecht zu werden.
Ein handball-derby lockt tausende – die eigene halle aber nur 180
Das jüngste Derby gegen Henstedt-Ulzburg im März sorgte für Handball-Fieber: Über 1.000 Zuschauer strömten in die Lübecker Arena. Ein Beweis für die enorme Beliebtheit des Vereins und der Sportart. Doch die Freude trübt sich, wenn man bedenkt, dass die Heimspiele in der 2. Bundesliga vor maximal 180 Zuschauern stattfinden könnten – eine unbefriedigende Situation für Verein und Fans.
Die Auswärtstour wird zur Mammutaufgabe: Rund 800 Kilometer trennen Todesfelde vom nächsten Spiel in Freiburg im Breisgau. Eine Reise, die die Handballerinnen vor eine logistische Herausforderung stellt. Doch die Verantwortlichen haben bereits Lösungen gefunden, auch wenn diese mit Kompromissen verbunden sind.

Bad schwartau und lübeck werden neue heimspielstätten
Nach intensiven Verhandlungen konnte der SV Todesfelde die Ludwig-Jahn-Halle in Bad Schwartau und die Hansehalle in Lübeck als neue Heimspielstätten gewinnen. „Wir sind sehr dankbar, dass uns diese Möglichkeiten geboten werden“, erklärt Abteilungsleiter Florian Haupt erleichtert. Die Entscheidung fiel nicht leicht, denn die Suche nach einer geeigneten Halle im Kreis Segeberg gestaltete sich äußerst schwierig.
Die meisten Hallen in der Umgebung entsprachen schlichtweg nicht den Anforderungen der 2. Bundesliga, insbesondere hinsichtlich der Mindestkapazität von 450 Zuschauern und der erforderlichen Abmessungen des Hallenbodens. Die Kreissporthalle in Bad Segeberg, die diese Kriterien erfüllen könnte, befindet sich derzeit in der Sanierung.
Die Kooperation mit dem VfL Bad Schwartau und dem VfL Lübeck-Schwartau wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, um auch in Zukunft große Handball-Events im Kreis durchführen zu können. Die Unterstützung der etablierten Zweitligisten ist ein Zeichen der Solidarität und stärkt die regionale Handballszene.
Der SV Todesfelde hat bewiesen, dass man mit Leidenschaft, Engagement und einem starken Team Großes erreichen kann. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist ein historischer Erfolg, der den Verein und seine Fans stolz macht. Auch wenn die Heimspiele in Zukunft an anderen Orten stattfinden werden, bleibt die Verbundenheit zu den Fans und die Freude am Handball ungetrübt.
