Tischtennis-boom in bremen? hollywood-film weckt das interesse
- Oscar-nominierungen beflügeln tischtennis-begeisterung in bremen
- „Marty supreme“ – ein film, der maßstäbe setzt
- Timo boll als verbindung zu deutschland
- Vereinspräsident genz: „eine kleine renaissance“
- Tischtennis in bremen – eine starke basis
- Mehr als nur ein sport: tischtennis für jedes alter
- Tischtennis als freizeitaktivität und ernsthafter sport
Oscar-nominierungen beflügeln tischtennis-begeisterung in bremen
Bremen könnte bald eine kleine Tischtennis-Renaissance erleben. Der Film „Marty Supreme“, der für gleich neun Oscars nominiert ist, erzählt die Geschichte eines amerikanischen Tischtennisspielers und scheint das Interesse an der Sportart auch hierzulande neu zu entfachen. Der Film, der am 26. Februar in die deutschen Kinos kam, könnte einen positiven Effekt auf die Sportlandschaft in Bremen haben.

„Marty supreme“ – ein film, der maßstäbe setzt
„Marty Supreme“ erzählt die Geschichte von Marty Mauser, einem New Yorker Schuhverkäufer (gespielt von Timothée Chalamet), der in den 1950er Jahren davon träumt, der beste Tischtennisspieler der USA zu werden. Der Film ist in Kategorien wie „Bester Film“, „Bester Hauptdarsteller“ und „Beste Regie“ für einen Oscar nominiert. Die breite mediale Aufmerksamkeit, insbesondere im Vorfeld der Oscar-Verleihung, könnte dem Tischtennis einen enormen Schub verleihen.

Timo boll als verbindung zu deutschland
Ein besonderer Faktor für Deutschland ist die Beteiligung von Timo Boll an dem Film. „Wir können uns glücklich schätzen, dass Timo Boll eine Nebenrolle in diesem Film spielt. Dadurch kommt der Hype auch nochmal ein bisschen mehr nach Deutschland“, erklärt Tobias Genz, Präsident des Fachverbandes Tischtennis Bremen e.V. Diese Verbindung könnte das Interesse der deutschen Öffentlichkeit zusätzlich steigern.

Vereinspräsident genz: „eine kleine renaissance“
Genz ist zuversichtlich, dass der Film zu einer Wiederentdeckung des Tischtennis führen kann. „Ich glaube schon, dass das was auslösen kann. Ich glaube, das reaktiviert bei vielen doch nochmal den Gedanken daran: ‚Ach, Tischtennis habe ich doch früher auch schon einmal gespielt‘ oder ‚Das habe ich im Urlaub immer gerne gespielt‘.“ Er schätzt, dass viele Menschen in ihrer Vergangenheit bereits mit der Sportart in Berührung gekommen sind und nun erneut motiviert werden könnten, zum Schläger zu greifen.

Tischtennis in bremen – eine starke basis
Bremen gilt im Tischtennis als eine der führenden Kräfte in Norddeutschland. Mit dem Bundesligisten Werder Bremen, der aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz steht, gibt es einen prominenten Vertreter. Im Amateurbereich spielen rund 3.000 Mitglieder in 32 Vereinen. Zusätzlich schätzt Genz, dass etwa 30.000 Menschen in ihrer Freizeit gelegentlich Tischtennis spielen.
Mehr als nur ein sport: tischtennis für jedes alter
Genz betont die soziale Komponente und die geringe Verletzungsgefahr des Tischtennis. „Für Ältere ist es eine schöne Möglichkeit, sich zu bewegen.“ Er verweist darauf, dass in anderen Städten bereits erfolgreiche Konzepte entstanden sind, bei denen man nach der Arbeit bei einem Getränk eine Runde Tischtennis spielt. Auch wenn diese Art von Treffpunkten in Bremen noch nicht so verbreitet ist, sieht Genz hier Potenzial. Viele Leute kommen auch später wieder zurück zum Tischtennis, nachdem sie es in ihrer Jugend gespielt haben.
Tischtennis als freizeitaktivität und ernsthafter sport
Obwohl Tischtennis oft als „Ping Pong“ bezeichnet und eher mit Freizeitaktivitäten assoziiert wird, betont Genz, dass es sich um einen anspruchsvollen Sport handelt. „Viele fangen in ihrer Kindheit damit an, hören in der Jugend auf und kommen später wieder zurück.“ Der Film „Marty Supreme“ könnte nun dazu beitragen, dass noch mehr Menschen den Weg zum Tischtennistisch finden.
