Timo boll geht hollywood: tischtennis-star mit oscar-hoffnungen

Tischtennis-legende boll auf der großen leinwand

Mitten in seiner Abschiedssaison erlebt Timo Boll ein unerwartetes Kapitel seiner Karriere. Der deutsche Tischtennis-Star reiste nach New York, um an der Seite von Hollywood-Größe Timothée Chalamet in einem Film mitzuwirken, der nun sogar auf eine Oscar-Nominierung hoffen darf. Der Film feierte am Mittwoch seine Deutschlandpremiere in Düsseldorf.

Dreharbeiten mit hollywood-star timothée chalamet

Dreharbeiten mit hollywood-star timothée chalamet

Der Film trägt den Titel "Marty Supreme" und erzählt die Geschichte des amerikanischen TischtennisspielersMarty Reisman in den 1950er Jahren. Boll spielte einen tschechoslowakischen Gegner. Drei Stunden lang wiederholten Boll und Chalamet Aufschlag um Rückschlag, um perfekte Szenen zu kreieren. "Am nächsten Tag hatte ich einen höllischen Muskelkater", berichtete Boll der Deutschen Presse-Agentur.

Von der sportarena in den film – eine ungewöhnliche rolle

Von der sportarena in den film – eine ungewöhnliche rolle

Acht Monate nach seinem letzten Profispiel ist Timo Boll nun auch als Schauspieler tätig. Er übernahm eine kleine Rolle in "Marty Supreme". Der Film ist für neun Oscars nominiert. Die Dreharbeiten fanden mitten in Bolls Abschiedssaison statt, was die Situation umso ungewöhnlicher machte.

Der regisseur – ein tischtennis-enthusiast

Der regisseur – ein tischtennis-enthusiast

Die Anfrage kam durch den Regisseur Josh Safdie, der selbst ein begeisterter Tischtennisspieler ist und sogar den gleichen Schläger wie Boll besitzt. Safdie suchte Darsteller, die das Spiel authentisch darstellen konnten und idealerweise das Turnier von 1952 nachspielen konnten. Er wollte unbedingt Boll für diese Rolle gewinnen.

Chalamet: fokussiert wie ein spitzensportler

Chalamet: fokussiert wie ein spitzensportler

Boll beschreibt Timothée Chalamet als äußerst aufmerksam, wissbegierig und respektvoll. Besonders beeindruckt hat ihn, wie sich Chalamet während der Dreharbeiten voll und ganz auf seine Rolle konzentrierte. "Wenn er zum Set geht… dann sieht er rechts und links nichts. Dann ist er extrem fokussiert", so Boll. "Das ist ähnlich wie bei uns Sportlern.“

Oscar-hoffnungen und ein augenzwinkern

Oscar-hoffnungen und ein augenzwinkern

Auch wenn Boll nicht zur Oscar-Verleihung nach Los Angeles reisen wird, fiebert er mit. Er gesteht, dass er bisher immer Leonardo DiCaprio die Daumen gedrückt hat, hofft aber nun, dass "Marty Supreme" gewinnt. Sollte der Film tatsächlich erfolgreich sein, scherzt Boll, würde er diese Tatsache ein Leben lang auf Autogrammkarten vermerken, ähnlich wie Ralf Möller mit seiner Rolle in "Gladiator".

Quelle und weitere informationen

Quelle: hessenschau HR. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.sportschau.de/regional/hr/hr-boll-goes-hollywood-100.html