Thw kiel: jicha entlassen – lund rückt an?
Schock in Kiel: Nach sieben Jahren und dem Gewinn mehrerer Titel steht der THW Kiel vor einem Neuanfang. Wie die Kieler Nachrichten exklusiv berichten, wurde Filip Jicha, der Coach, überraschend freigestellt. Ein Ende, das viele Fans und Experten gleichermaßen ratlos zurücklässt.
Die gründe für die trennung: ein tiefer fall
Die Entscheidung der Vereinsverantwortlichen ist kein Wunder, aber dennoch ein Paukenschlag. Die sportliche Entwicklung des Rekordmeisters hat in den letzten Monaten dramatisch abgebaut. Nach dem verpassten Einzug in die Champions League zum dritten Mal in Folge und dem historischen Nicht-Teilnehmen am Europapokal – seit 33 Jahren ein Unding in Kiel – war die Kritik an Jichas Arbeit unüberhörbar. Der sechste Platz in der Bundesliga rundete eine enttäuschende Saison ab, die den Anspruch des THW bei Weitem nicht erfüllt hat. Eine umfassende Analyse der Situation führte schließlich zur Trennung.
Ein Vertrag bis 2028? Nur wenige Monate zuvor, im Oktober 2025, hatte der Verein Jichas Vertrag vorzeitig bis 2028 verlängert, ein klares Zeichen des Vertrauens. Doch die Realität sah anders aus. Der personelle Umbruch, den Jicha angeleitet hatte, scheint nicht die erhoffte Früchte getragen zu haben. Die Zebras präsentieren sich angeschlagen.

Börge lund: kommt der norweger zurück an die ostsee?
Die Suche nach einem Nachfolger beginnt umgehend. Als Top-Kandidat für das Traineramt wird von den Kieler Nachrichten der ehemalige THW-Profi Börge Lund gehandelt. Der 47-jährige Norweger trainiert derzeit Elverum Handball, einen der führenden Klubs seines Landes. Lund selbst spielte zwischen 2007 und 2010 für Kiel und kennt die Strukturen und die Erwartungen im Norden bestens. Ob er bereit ist, die Herausforderung anzunehmen und den angeschlagenen THW wieder auf Kurs zu bringen, bleibt abzuwarten. Ein Mediengespräch des THW am Montagnachmittag soll Klarheit bringen.
Jichas Amtszeit war zweifellos von Höhen und Tiefen geprägt. Neben den sportlichen Erfolgen, wie dem Gewinn der Champions League 2020, der deutschen Meisterschaften 2020, 2021 und 2023 sowie der DHB-Pokalsiege 2022 und 2025, konnte er zuletzt den negativen Trend nicht aufhalten. Nun gilt es für den THW, schnell einen neuen Coach zu finden, der die Mannschaft wieder zu Höchstleistungen führt und die Fans von den Ambitionen des Klubs überzeugt.
