Thw kiel am tiefpunkt: jicha übernimmt verantwortung
Kiel – Dunkle Zeiten für den THW Kiel. Nach der deutlichen 25:33-Niederlage gegen die HSG Wetzlar spricht Trainer Filip Jicha von einer der schwierigsten Phasen in seiner Amtszeit. Die Personalsituation und die daraus resultierende Unsicherheit der Spieler belasten das Team enorm.
Verletzungspech und verunsicherte spieler
Die Abwehr der Kieler wirkte gegen Wetzlar zunehmend anfällig, was vor allem dem enormen Verletzungspech geschuldet ist. Mit Emil Madsen, Elias Ellefsen á Skipagötu und Eric Johansson fehlen drei wichtige Rückraumspieler. „Das hat uns das Genick gebrochen“, räumte Jicha im Nachgang ein. Die veränderten Rollen innerhalb des Teams führen zusätzlich zu Verunsicherung. 14 technische Fehler sprechen eine deutliche Sprache und machten es dem THW schwer, überhaupt ins Spiel zu finden. Besonders der 0:8-Lauf der Wetzlaer ließ die Partie schnell in eine Einbahnstraße umschlagen.

Jicha steht seinen spielern zur seite
Jicha zeigte sich sichtlich bedrückt, übernahm aber Verantwortung und stellte sich schützend vor seine Mannschaft. „Ich möchte sehr, sehr wohl vorne weg marschieren und mich vor die Jungs stellen, denn manche kämpfen wirklich bis zum Umfallen“, erklärte der Coach. Er betonte zudem den enormen Zusammenhalt im Team: „Das sind Spieler, die man wirklich mit Respekt behandeln muss. Allen liegt der Verein unglaublich am Herzen.“ Der junge Rasmus Ankermann, der mit sechs Treffern als bester Torschütze des THW hervorging, erhält von Jicha besondere Anerkennung. „Wir haben hier mit Rasmus Ankermann jemanden, der für die Zukunft plädiert, einen super Mann“, so Jicha.

Schwierige phase, aber hoffnung auf besserung
„Wir sind in einer Phase, in der wir leiden“, gestand Jicha. Doch er blickt optimistisch in die Zukunft: „Dieser Verein hat immer wieder bessere Zeiten gezeigt. Und das ist mir persönlich das Allerwichtigste.“ Das nächste große Ziel steht bereits vor der Tür: Am Dienstag empfängt der THW Kiel Nexe in der European-League-Viertelfinal-Rückspiel und muss einen Drei-Tore-Rückstand aufholen. „Wir werden uns versuchen zu schütteln. Wir werden versuchen, mit den Jungs eine gute, positive Stimmung herzustellen, damit wir Nexe zu Hause mit vier Toren besiegen. Das ist unser Traumziel.“
Die Aufgabe wird jedoch alles andere als einfach. Die aktuelle Situation des THW Kiel erfordert nun eine immense Kraftanstrengung und mentale Stärke, um den Abwärtstrend zu stoppen und die Saison positiv zu beenden. Die Fans dürfen gespannt sein, ob die Mannschaft unter der Leitung von Filip Jicha diesen Herausforderung gewachsen ist.
