Thunder-dominanz: lakers am rande der demütigung!
Los Angeles – Die Lakers haben dramatische Zeiten hinter sich, doch was sie gestern Abend im eigenen Haus gegen die Oklahoma City Thunder erlebten, gehört zu den peinlichsten Niederlagen in ihrer ruhmreichen Geschichte. Ein 108:131 deutlicher Korb – die vierte Pleite in Folge gegen OKC und womöglich das Ende einer Titelhoffnung, die kaum noch am Leben zu sein scheint.

Die thunder rollen – die lakers krachen ab
Schon vor dem Spiel war klar, dass die Thunder in dieser Serie eine Klasse für sich sind. Doch die Art und Weise, wie die Lakers auseinandergenommen wurden, ist alarmierend. OKC ist nicht nur das sechste Team in der NBA-Geschichte, das mit einem 7:0-Start in die Playoffs geht; sie machen es mit einer beeindruckenden Dominanz, die kaum eine Antwort kennt. Die Bilanz der sieben bisherigen Saisonduelle spricht unausweichlich für Oklahoma City: Sechs Siege, davon fünf mit mindestens 18 Punkten Unterschied – und ein Schnitt von 25,1 Punkten. Eine statistische Demütigung für die Kalifornier.
Während die Thunder ein Team sind, in dem jeder Spieler seinen Beitrag leisten kann, wirkten die Lakers gestern Abend wie eine Ansammlung von Einzelgängern. Ajay Mitchell brillierte mit 24 Punkten und 10 Assists, Shai Gilgeous-Alexander trotz schwachem Start mit 23 Punkten und 9 Rebounds, und Chet Holmgren unterstrich seine Klasse mit 18 Punkten und 9 Rebounds. Selbst Isaiah Hartenstein erreichte zweistellige Werte. Bei den Lakers war Rui Hachimura mit 21 Punkten der beste Werfer, gefolgt von LeBron James mit 19 Zählern. Luke Kennard und Austin Reaves konnten ebenfalls 18 bzw. 17 Punkte beisteuern, doch es reichte bei Weitem nicht aus.
Die Geschichte von LeBrons verletztem Knie wirft einen langen Schatten über die Lakers. Sein Ausfall, der nun offiziell bestätigt wurde, ist ein weiterer Schlag für ein Team, das ohnehin mit Verletzungen zu kämpfen hat. Die Hoffnung, dass er zumindest in einem der kommenden Spiele zurückkehren könnte, schwand mit jedem weiteren Punkt, den die Thunder erzielten.
Die ersten beiden Viertel deuteten noch auf ein enges Spiel hin (59:57 für die Lakers zur Halbzeit). Doch nach der Pause brach die Lakers-Maschinerie komplett zusammen. OKC legte einen beeindruckenden 49:74-Run hin und machte die Entscheidung. Die Thunder demonstrierten ihre überlegene Fitness und ihre taktische Reife, während die Lakers kraftlos wirkten und ihre Fehler reihenweise häuften.
Die Lakers stehen nun vor dem Nichts. Ein 3:1 Rückstand in der Serie gegen ein Team, das in dieser Form kaum zu stoppen scheint, wäre ein schwerer Schlag für die Meisterschaftshoffnungen. Die Frage ist nicht, ob die Lakers das Spiel am Dienstag noch gewinnen können, sondern ob sie überhaupt einen Weg finden, sich gegen die Thunder-Welle zu behaupten. Es scheint, als ob die Thunder bereits jetzt die nächste Runde planen, während die Lakers darum kämpfen, nicht völlig in Vergessenheit zu geraten.
