Thunder zerlegt klinisch zerstörte lakers – ohne lebron und dončić wird’s peinlich
Die Oklahoma City Thunder haben die ohne ihre Superstars Luka Dončić und LeBron James dezimierten Los Angeles Lakers mit 123:87 regelrecht weggefegt. Die 36-Punkte-Klatsche im Crypto.com Arena war keine Überraschung, sondern die logische Konsequenz aus einem Kader, der plötzlich nur noch Namen statt Spieler aufweist.
Die ersten zwölf minuten täuschten noch über das debakel hinweg
27:34 stand es nach dem ersten Viertel – ein Score, der bei abwesenden Galaktikern noch halbwegs gesittet wirkte. Doch der Schein trügt. Ohne Dončić, der in Madrid am linken Oberschenkel operiert wurde, ohne den angeschlagenen LeBron und ohne Austin Reaves war die Offensive der Lakers so zahnlos wie ein Baby. „Wir haben 18 Minuten lang gekämpft, dann war der Tank leer“, sagte Trainer JJ Redick nach dem Spiel. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: 18 Minuten sind keine Halbzeit, und schon gar kein NBA-Spiel.
Shai Gilgeous-Alexander spielte sich in 29 Minuten zu 25 Punkten – keine Weltklasse-Quote, aber er brauchte sie auch nicht. Die Thunder verteilten den Ball, trafen 48 Prozent aus dem Feld und verwandelten fast jeden zweiten Dreier. Die Lakers? 37 Prozent Field Goal, 8 von 32 jenseits der Linie. Die Statistik lügt nie, aber sie sagt auch nicht, wie still es im Stadion wurde, als im dritten Viertel die 30-Punkte-Marke fiel.

Redick sucht neun spieler, findet nur frust
Der Coach redete sich nach dem Abpfiff auf „neue Chancen für die Bank“ ein. „Wir müssen neun Typen finden, die bereit sind, sich in die Nesseln zu setzen“, sagte er. Kritik gab es trotzdem: Rui Hachimura traf 15 Punkte, flog trotzdem raus – „er hat seinen Job nicht erledigt“, so Redick. Drew Timme durfte bleiben, obwohl er nur 11 Zähler auflegte. Dazwischen ein Wortgeplänkel mit Jarred Vanderbilt, das Redick als „normal“ abtat. Normal ist nur eines: Die Lakers rutschen mit vier Spielen Saisonrest auf Rang acht im Westen, und das Playoff-Ticket ist plötzlich kein Selbstläufer mehr.
Die Thunder feiern ihren 52. Sieg, festigen Platz zwei und zeigen, was Tiefe bedeutet. Die Lakers zeigen, was passiert, wenn Stars fehlen und die Rolle der Helden niemand übernimmt. Die Saison ist noch nicht gestorben, aber das Beatmungsgerät steht bereit.
