Thunder demütigt lakers: verletzungspech und mentale blockade
Oklahoma City hat Los Angeles gestern Abend eine Lektion erteilt – und das in beeindruckender Deutlichkeit. Mit einem einseitigen 123:87 Erfolg demonstrierten die Thunder nicht nur ihre spielerische Überlegenheit, sondern offenbarten auch die tief sitzenden Probleme der Lakers. Die Kalifornier wirken derzeit von einem Teufelskreis aus Verletzungen und fehlender Entschlossenheit gefangen.
Die star-rotation bricht zusammen
Die Abwesenheit von Luka Dončić, der in Madrid behandelt wird, schmerzt die Lakers natürlich. Doch das Fehlen von Austin Reaves und vor allem die Entscheidung von LeBron James, aufgrund anhaltender Fußprobleme nicht zu spielen, rissen die dünne Decke der Hoffnung endgültig ein. Das Team wirkte von der ersten Minute an verunsichert, die Defensive war lückenhaft, und im Angriff fehlten die nötige Kreativität und Durchschlagskraft.
Schai Gilgeous-Alexander nutzte die Gunst der Stunde und führte die Thunder mit 25 Punkten zum Sieg. Dabei agierte er nicht übermäßig dominant, sondern verteilte die Bälle klug und ließ seine Mitspieler glänzen. Drew Timme zeigte mit 11 Punkten eine vielversprechende Leistung, während Rui Hachimura zwar 15 Punkte erzielte, aber insgesamt zu unbeständig war.
JJ Redick, der Trainer der Lakers, versuchte, die Situation zu beschwichtigen: „Wir müssen in den nächsten drei Spielen finden, dass neun Spieler bereit sind, alles zu geben. Es ist eine Chance für uns, zu zeigen, was wir können.“ Seine Worte klangen jedoch hohl angesichts der erbärmlichen Leistung seiner Mannschaft.

Ein wiedersehen mit der alten schwäche
Das dritte Viertel, das die Lakers schon letzte Woche in ein ähnliches Desaster stürzte, wiederholte sich gestern Abend. Die Thunder spielten mit einer beeindruckenden Intensität und zogen das Spiel in eine Richtung, aus der es für die Lakers kein Zurück mehr gab. Die Offensive stockte, die Defense erlaubte dem Gegner zu einfachem Punkten, und die Moral sank rapide.
Die Lakers haben nun kaum noch eine Chance, ihre Position in der Tabelle zu festigen. Die Konkurrenz schläft nicht, und die Verletzungsgeschichte ihrer Stars wirft einen langen Schatten auf die restliche Saison. Die Frage ist nicht, ob sie die Playoffs erreichen, sondern wie viele Spiele sie noch verlieren werden, bevor die Saison endet.
Die jüngste Niederlage ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Lakers dringend neue Impulse benötigen. Es braucht mehr als nur starre Namen, um in der NBA erfolgreich zu sein. Es braucht Teamgeist, Entschlossenheit und die Bereitschaft, auch in schwierigen Zeiten füreinander zu kämpfen. Ob JJ Redick und seine Mannschaft das hinbekommen, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: So können sie nicht weitermachen.
