Thunder demolieren kapitulationsbereite lakers – ohne dončić und james keine chance
Die Oklahoma City Thunder haben die angeschlagenen Los Angeles Lakers mit 123:87 aus der Halle gespült. Ohne Luka Dončić, ohne LeBron James, ohne Austin Reaves – die Lakers wirkten von Anpfiff an wie ein Team, das sich selbst schon abgeschrieben hatte.
Dončić sitzt in madrid, james lahmt am linken fuß
Die fragilen Hoffnungen der Fans im Crypto.com Arena zerplatzten schon im ersten Viertel. Die Thunder legten einen 34:27-Riegel, und die 19.997 Zuschauer wussten: Das wird ein langer Abend. Dončić, seit Donnerstag in Madrid stationiert, laboriert an einem linken hinteren Oberschenkel. James schleppte sich seit Tagen auf dem linken Fuß durch die Trainingshalle, Reaves fehlte komplett.
Dennoch: Für 18 Minuten war ein Hauch von Widerstand spürbar. Im zweiten Viertel schrumpfte der Rückstand auf fünf Punkte, Rui Hachimura traf dreimal hintereinander, das Publikum erwachte. Dann kam der Bruch. Die Thunder schalteten einen Gang höher, die Lakers verloren das Brett, verloren die Zuordnung, verloren das Gesicht. Zur Pause stand es 47:65, nach 36 Minuten 63:92 – ein Debakel im Zeitraffer.

Shai gilgeous-alexander spielt nur so viel, wie nötig ist
Shai Gilgeous-Alexander brauchte keine Heldenposen. 25 Punkte bei 10/15 Field Goals, dazu sechs Assists – er richtete den Befehl nur aus, die Henkerarbeit erledigten Jalen Williams und Chet Holmgren. Die Thunder trafen 48 % aus dem Feld, gewannen das Rebounding 54:38 und verwandelten 17 Lakers-Ballverluste in 28 Punkte.
Auf der Gegenseite versuchte Drew Timme, sich mit 11 Punkten in die Sommerpläne zu spielen. Hachimura kam auf 15 Zähler, aber Coach J.J. Redick zog ihn trotzdem raus: „Er erfüllte nicht seine Aufgaben, deshalb setzte ich ihn.“ Kalt, ehrlich, konsequent.

Redick sucht neun spieler, die noch feuer haben
Nach dem Schlusspfiff sprach Redick von „neun Spielern, die bereit sind, sich für die letzten drei Spiele zu verbrennen“. Mehr blieb ihm nicht. Die Lakers rutschen auf den sechsten Platz im Westen, nur zwei Siege trennen sie noch von der Play-In-Hölle. Die Phase zwischen Februar und März, damals sieben Siege in Folge, wirkt wie ein Fernsehbild mit Rauschen.
Und die Thunder? Sie feiern ihren fünften Sieg in Serie, halten den zweiten Platz, wissen aber auch: Im Playoff-Marathon zählt nur Gesundheit. Die Lakers lernen das gerade auf die harte Weise – mit zerissenen Muskeln, geschwollenen Knöcheln und einem Selbstvertrauen, das in 48 Minuten komplett verdamppt ist.
