Thun vor meisterschaftsfinal: bertone fokussiert auf den nächsten sieg

Die Luft in Thun ist zum Greifen dicht – ein historischer Titelgewinn in der Stockhorn-Arena scheint näher als je zuvor. Doch beim FC Thun herrscht trotz der allgegenwärtigen Kameras und der fieberhaften Erwartungen eine bemerkenswerte Bodenständigkeit. Kapitän Leonardo Bertone, der am Samstag gegen Lugano erneut das Band trägt, betont: Es zählt nur der nächste Sieg.

Die bienenstimmung in thun und die bürki-abwesenheit

Die Stockhorn-Arena gleicht einem Ameisenhaufen, ein Spiegelbild der nationalen Aufmerksamkeit, die auf den Berner Oberländer Verein gerichtet ist. Medien aus aller Welt pilgern nach Thun, um Zeuge eines möglichen historischen Moments zu werden. Besonders Marco Bürki und Leonardo Bertone, das Führungsduo des Teams, stehen im Fokus. Doch Bürki fällt weiterhin aufgrund einer Infektion aus, was Bertone die Verantwortung als Kapitän erneut überträgt.

Die jüngste Niederlage gegen den FC Zürich (1:2) wirft einen kurzen Schatten auf die Euphorie. Es war die erste Pleite seit drei Monaten, eine Tatsache, die auch Trainer und Spieler nicht vergessen lassen. Bürki, der sich noch im Genesungsmodus befindet und das Training noch nicht wieder aufgenommen hat, räumte im Gespräch mit dem Blick ein: „Wir konnten viel aus dem Zürich-Spiel herausnehmen.“

Bertones unerschütterlicher fokus: der hunger nach siegen

Bertones unerschütterlicher fokus: der hunger nach siegen

Doch während die Diskussionen um das verlorene Spiel weitergehen, zeigt sich Bertone unbeeindruckt. Er spricht von einem tief verwurzelten Hunger nach Siegen, einer inneren Stärke, die aus den zahlreichen Erfolgen der vergangenen Jahre entstanden ist. „Man hat so oft gewonnen, dass man fast nur noch dieses Gefühl kennt. Und das gibt dir einen Hunger, es ist eine innere Stärke geworden“, erklärt er. „Deshalb ist das Gefühl, Meister werden zu können, auch so weit weg. Man will einfach nur den nächsten Sieg holen, und den nächsten, und wieder den nächsten.“ Diese Mentalität, so Bertone, sei ihm extrem wichtig.

Die Konzentration auf den gegenwärtigen Kampf ist offensichtlich. Anstatt sich von der Möglichkeit des Titels überwältigen zu lassen, fokussiert sich das Team auf die unmittelbare Aufgabe. Der Druck ist immens, die Erwartungen hoch, aber der FC Thun scheint sich davon nicht beeindrucken zu lassen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob diese pragmatische Herangehensweise zum erhofften Erfolg führt. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, die Stärke der Gewohnheit, die den Weg zum möglichen historischen Triumph ebnen könnte.

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