Thun vor meisterjubel: innenstadt zu klein, bühne wird gebaut!
Ein Märchen schreibt der FC Thun! Nur noch wenige Tage trennen den Verein von seinem ersten Meistertitel in 128-jähriger Geschichte. Doch der erwartete Jubelsturm birgt eine unerwartete Herausforderung: Die beschauliche Thuner Innenstadt ist für die erwartete Fan-Menge schlichtweg zu klein.

Die logistische meisterleistung: der stadthofplatz wird zum festplatz
Während die Mannschaft von Mauro Lustrinelli sportlich cool bleibt und auf den rechnerischen Triumph wartet, stehen die Verantwortlichen der Stadt vor einem logistischen Kraftakt. Der Rathausplatz, traditionell Schauplatz solcher Feiern, platzt aus allen Nähten. Eine Überraschungslösung ist gefunden: Die Meisterfeier am 15. Mai wird auf den geräumigeren Stadthofplatz verlegt.
Kein Meisterbalkon, sondern eine Bühne – so das klare Bekenntnis von Stadtpräsident Lanz. Anstelle der klassischen Tradition, wie sie beispielsweise in Basel oder Zürich gepflegt wird, orientiert sich Thun am Vorbild des Kantonsrivalen YB und setzt auf eine großzügige Bühne für die Spieler. Zamir Loshi vom freshfocus hat die Bilder festgehalten, die das wachsende Fieber für den Meistertitel dokumentieren.
Der Fahrplan zur Ekstase ist klar: Sollte der Titel tatsächlich fixiert werden, sind bereits zwei Freinächte genehmigt. Der Rathausplatz wird als erster Treffpunkt dienen, bevor der emotionale Höhepunkt am Donnerstag, den 14. Mai, im Stadion erwartet wird. Nach dem Spiel gegen den FC Young Boys soll der Meisterkübel direkt an die jubelnden Fans übergeben werden, bevor die große Stadtparty steigt. Doch Trainer Lustrinelli mahnt zur Besonnenheit: „Der Fokus liegt weiterhin darauf, den Coup auch rechnerisch sicherzustellen.“
Die Zahl spricht für sich: Elf Punkte Vorsprung bei noch zwölf zu vergebenden Zählern – ein Beweis für die herausragende Leistung des FC Thun in dieser Saison. Doch der Weg zum Titel ist noch nicht komplett abgesichert, und die Verantwortlichen wissen, dass die Fans nun geduldig auf den finalen Triumph warten müssen. Die Vorfreude ist jedoch spürbar, und die ganze Stadt bangt mit dem FC Thun um den historischen Meistertitel.
