Thun vor dem coup: kann lugano die meisterparty verhindern?
Die Luft in Thun ist zum Greifen dicht. Am Samstagabend wächst die Spannung ins Unermessliche, denn dann könnte der FC Thun den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern: den Schweizer Meistertitel. Ein Sieg gegen den FC Lugano würde die Meisterschaft besiegeln – und eine Party entfachen, die die ganze Region erschüttern wird.

Die erinnerung an den saisonstart: ein schlüssel zum erfolg
Die Spieler des FC Thun blicken zurück auf eine außergewöhnliche Saison, die mit der Chance auf den Titel krönt. Besonders Elmin Rastoder und Leonardo Bertone, zwei Leistungsträger, sind sich bewusst, was auf dem Spiel steht. Bertone, bereits zweimaliger Meister, weiß, wie man diesen Moment genießt. „Wir haben in der Challenge League Testspiele gegen Super-Ligisten bestritten und gemerkt, dass wir mithalten können“, erinnert sich Bertone. „Der Auswärtssieg in Lugano zum Saisonstart hat uns enormes Vertrauen gegeben.“
Ein Heimspiel mit großer Bedeutung
Das Heimspiel gegen Lugano ist mehr als nur ein weiteres Spiel. Das Stadion ist ausverkauft, die Fans fiebern mit. „Es wäre wunderschön, den Titel direkt mit den Fans zu feiern“, sagt Rastoder. Es ist ein Moment, auf den Thun lange hingearbeitet hat. Aber es ist auch ein Moment, der mit Druck verbunden ist. Denn selbst bei einer Niederlage könnte der FC St. Gallen am Sonntag in Bern noch die Chance auf den Titel nutzen. Doch Thun will die Initiative ergreifen und die Meisterschaft vorzeitig sicherstellen.
Die Spieler lassen sich von der Nervosität nicht überwältigen. „In der Kabine sind wir wie beste Freunde, da gerät so leicht nichts ins Wanken“, erklärt Bertone. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, keine Angst zu haben und sich auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren. Rastoder, mit 13 Toren und sechs Assists ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Thun, fokussiert sich voll und ganz auf das bevorstehende Spiel. Seine Zukunftspläne für diesen Sommer möchte er vorerst nicht kommentieren.
Bertone’s Ratschlag: Geniesst den Moment!
„Ich muss aufpassen, dass ich keinen Ärger mit dem Verein bekomme“, scherzt Bertone, als er gefragt wird, welchen Rat er Rastoder geben würde. Doch dann fügt er hinzu: „'Rasto' hat enorme Qualitäten und einen riesigen Sprung gemacht. Er kann in jeder Liga bestehen. Er soll jetzt den Moment genießen, in den letzten Spielen Vollgas geben und der Rest wird sich ergeben.“
Die Thuner haben die Chance, Geschichte zu schreiben. Und sie werden alles dafür geben, diese Chance zu nutzen. Denn die Meisterschaft ist zum Greifen nah.
