Thriller in spa: bmw triumphiert nach packendem rennen!
Ein nervenaufreibendes Finale, dramatische Wendungen und ein Sieg, der bis zur letzten Sekunde nicht feststand: Die 6 Stunden von Spa 2026 werden lange in Erinnerung bleiben. Das WEC-Rennen bot eine der offensten und spannendsten Austragungen der letzten Jahre, in der zahlreiche Teams um den Sieg kämpften und die Entscheidung erst im letzten Rundum erfolgte.
Ferrari kämpft bis zum schluss
Besonders hervorzuheben ist das beherzte Auftreten des Ferrari #50 mit Miguel Molina am Steuer. Der italienische Prototyp zeigte über das gesamte Rennen hinweg eine beeindruckende Konstanz und hielt bis zum Schluss mit den führenden Teams mit. Mit einem starken dritten Platz und engem Duell mit den BMW-Fahrzeugen sorgte Molina für zusätzliche Spannung in der finalen Phase, in der zwei Safety-Car-Phasen das Feld durcheinander brachten. Auch nach der Fahrerwechselübergabe an Fuoco blieben die Roten im Kampf um den Sieg, doch die starken deutschen Teams konnten letztendlich die Oberhand behalten.
Während der #20 Ferrari für Ablenkung sorgte, hielten die BMW-Piloten mit einer tadellosen Teamleistung die Konkurrenz in Schach. Der #15-Wagen kontrollierte dabei den Versuch von Fuoco und Kobayashi, die Führung zu übernehmen. Die Italiener gaben alles, doch die deutsche Mannschaft war schlichtweg stärker und konnte den Sieg souverän sichern.
Ein taktischer Schachzug besiegelte den Erfolg: BMW setzte auf eine alternative Boxenstoppstrategie, die sich als genialer Schachzug erwies. Bereits in der zweiten Stunde übernahmen die Fahrer Frinjs, Rast und Van der Linde die Spitze und konnten diese dank ihrer taktischen Flexibilität und der Unterstützung ihres Teamkollegen ausbauen. Die Safety-Car-Phasen nutzten sie geschickt aus, um ihren Vorsprung weiter auszubauen und den Sieg sicherzustellen.
Auch andere Teams hatten kurzzeitig Chancen auf den Sieg, darunter der Cadillac mit Stevens, Nato und Deletraz sowie die beiden Alpine. Selbst der Tabellenführer, der Toyota #8, war in der Anfangsphase im Rennen, doch eine ungünstige Strategie kostete die Japaner letztendlich die Chance auf den Sieg. Viele träumten kurzzeitig vom Triumph, doch am Ende war BMW am schnellsten und cleversten.
Miguel Molina konnte mit seinem dritten Platz in Spa wichtige Punkte für die Meisterschaftsserie erzielen – ein Erfolg, der ihm und seinem Team viel Freude bereiten dürfte.

Drama für riberas und co.
Ein bitteres Ende nahm das Rennen für Alex Riberas im Aston Martin #009. Der Spanier zeigte bis dato seine beste Leistung im WEC seit dem Debüt der Briten und kämpfte sich bis auf den sechsten Platz vor. Doch nur eine halbe Stunde vor Rennende kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall. Riberas überholte den Alpine von Da Costa, der ihm daraufhin die Tür schloss und ihn in die Streckenbegrenzung zwang. Ein dramatischer Moment, der Riberas‘ Bemühungen zunichte machte. Es wäre durchaus möglich gewesen, dass sein Team den vierten Platz belegt hätte, den letztendlich der #007 von Gamble und Tincknell mit einer spektakulären Überholmanöver an Kobayashi sicherte.
Auch Dani Juncadella hatte kein Glück, da sein Wagen in den frühen Rennstunden aufgrund von technischen Problemen eine Reparaturpause im Boxengarten einlegen musste und somit aussichtslos in der Spitzengruppe zurückfiel. Ein kleiner Lichtblick für das Team war der sensationelle achte Platz des Schwesterautos mit Lotterer, Derani und Jaubert.

Enttäuschende ergebnisse für titelanwärter
Für einige der Titelanwärter endete das Rennen in Spa ernüchternd. Die amtierenden Champions, der Ferrari #51 mit Pier Guidi, Giovinazzi und Calado, mussten den Kampf frühzeitig beenden, nachdem sie von Augusto Farfus im BMW getroffen wurden. Auch das Peugeot #94 hatte keinen glücklichen Tag, als Duval in einer Kollision mit einem Mercedes ausschied. Das Rennen dauerte für das Team nur wenige Augenblicke.
Die endgültige Bestenliste der 6 Stunden von Spa WEC 2026 sieht wie folgt aus:
1. Frinjs-Rast-Van der Linde (BMW)
2. Magnussen-Marciello-Vanthoor (BMW)
3. Molina-Fuoco-Nielsen (Ferrari)
4. Gamble-Ticknell (Aston Martin)
5. Conway-Kobayashi-De Vries (Toyota)
Die nächste große Herausforderung für die Teams ist bereits in greifbarer Nähe: Die legendären 24 Stunden von Le Mans am 13. und 14. Juni auf der ikonischen Rennstrecke La Sarthe. Ein Rennen, das die Welt des Motorsports in seinen Bann ziehen wird.
