Thomaier zieht es nach dortmund – bvb verpflichtet vize-weltmeisterin
Mareike Thomaier packt die Koffer. Nach nur einer Saison bei der HSG Bensheim/Auerbach wechselt die 25-jährige Rückraumspielerin zum Borussia Dortmund – und löst damit den nächsten Prestige-Transfer in der Handball-Bundesliga der Frauen aus.
Der Wechsel ist perfekt, der Vertrag bis 2028 unterschrieben. Für Thomaier ein logischer Schritt, wie sie sagt: „Der BVB ist die professionellste Anlaufstelle im deutschen Frauenhandball. Ich will wieder international spielen, Titel gewinnen, mich weiterentwickeln.“
Der bvb zieht die reihe an top-transfers durch
Rupert Thiele, Abteilungsleiter Handball beim BVB, schwärmt: „Mareike bringt genau die Mischung aus Erfahrung, Spielintelligenz und Durchsetzungskraft, die wir brauchen.“ Andreas Kuno, sein Stellvertreter, ergänzt: „Wir beobachten sie schon seit Leverkusen – sie passt wie angegossen.“
Thomaier selbst blickt zurück auf ein turbulentes Jahr. Nach der Insolvenz von HB Ludwigsburg landete sie kurzfristig in Bensheim, übernahm dort sofort Verantwortung, führte die Flames fast in die Gruppenphase der European League. „Ich bin unendlich dankbar für das Vertrauen in Bensheim“, sagt sie. „Aber jetzt will ich wieder ganz oben mitmischen.“

Flames verlieren ihre spielmacherin
Trainerin Ilka Fickinger schickt ihre Top-Organisatorin mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Mareike hat unserem Spiel Struktur, Kreativität und Tempo gegeben. Wir respektieren ihren Wunsch, den nächsten Schritt zu gehen.“
Für Dortmund ist Thomaier kein Zufall. Der Klub baut sein Frauen-Team mit großen Schritten aus, will in zwei Jahren um die EHF Champions League mitspielen. Mit Thomaier haben die Westfalen jetzt eine echte Leaderin, die schon 2023 als Vize-Weltmeisterin zurückkehrte und in Leverkusen 186 Ligaspiele absolvierte.
Die Saison ist noch nicht vorbei – Thomaier kann mit Bensheim noch Pokal und Liga angreifen. Aber ihr Blick richtet sich bereits Richtung Westfalenstadion. Dort will sie ab Sommer 2025 den nächsten Karriereschub erleben. Der BVB zahlt, Thomaier liefert – und der deutsche Frauenhandball bekommt ein neues Spitzenduell.
