Ter stegens albtraum geht weiter: abstieg und ungewisse zukunft

Ein Schock für den deutschen Fußball: Marc-André ter Stegen muss den Abstieg seines Teams, des FC Girona, in Spaniens La Liga verkraften. Für den 34-jährigen Torhüter markiert dies das Ende einer Saison voller Verletzungspech und enttäuschender Leistungen – und wirft eine dunkle Fragezeichen über seine Zukunft auf.

Die spirale des unglücks

Die Saison war für ter Stegen von Anfang an von Rückschlägen geprägt. Nach einer langwierigen Rückenverletzung, die ihn fast die gesamte Hinrunde zurief, erlitt er im Januar einen Muskelriss im Oberschenkel, der ihn erneut außer Gefecht stellte. Sein Leihgeschäft zum FC Girona, in der Hoffnung auf Spielpraxis für die WM in Nordamerika, scheiterte somit an weiteren gesundheitlichen Problemen. Nur zwei Einsätze konnte er bestreiten, bevor die Verletzungsgeschichte ihn wieder in ihren Bann zog.

Die Bilanz ist niederschmetternd: 44 Länderspiele für Deutschland, ein Vertrag bis 2028 beim FC Barcelona – und eine Zukunft, die ungewisser erscheint denn je. Der FC Barcelona, wo er zu den Topverdienern gehört, scheint die Geduld mit dem deutschen Keeper verloren zu haben. Mundo Deportivo bezeichnete ter Stegen bereits als „heiße Kartoffel“ für den Verein, was die schwierige Lage verdeutlicht.

Ein abnehmer in sicht?

Ein abnehmer in sicht?

Die Suche nach einem neuen Verein gestaltet sich offenbar schwierig. Die Katalanen sehen sich vor einem Berg von Herausforderungen, um ter Stegen unterzubringen. Seine hohen Gehaltsforderungen und die jüngsten Verletzungen machen ihn zu einem riskanten Investment für viele Klubs. Die Hinrunde in Barcelona war ebenfalls von einer Patellasehnenriss geprägt, der ihn über ein halbes Jahr außer Gefecht setzte. Die WM-Hoffnungen platzten ebenfalls, ein weiterer herber Schlag für den erfahrenen Torwart.

Es bleibt abzuwarten, ob ter Stegen seinen Vertrag in Barcelona erfüllen wird oder ob ein Wechsel im Sommer unausweichlich ist. Eines ist jedoch klar: Die nächste Saison wird für den deutschen Nationalkeeper eine entscheidende werden. Der Druck ist enorm, und die Zeit drängt. Die Frage ist nicht, ob er seine Form wiederfinden kann, sondern ob er überhaupt die Chance dazu bekommt.