Tennisboom in den schulen: eine million kinder sollen begeistert werden!

Rom – Der italienische Tennissport erlebt gerade eine Renaissance, und der Verband FITP will diesen Erfolgswelle nutzen, um eine neue Generation von Spielern zu gewinnen. Mit einem ambitionierten Projekt und erheblichen Investitionen wird Tennis nun verstärkt in den Schulen Einzug halten.

Einigung mit dem bildungsministerium: „racchette in classe“ wird zur institution

Nachdem das Projekt „Racchette in Classe“ im vergangenen Jahr bereits 619.000 Schüler erreichte, wurde nun ein entscheidender Schritt unternommen: Eine formelle Vereinbarung zwischen dem FITP-Präsidenten Angelo Binaghi und Bildungsminister Giuseppe Valditara wurde im Foro Italico unterzeichnet. Damit erhält das Projekt einen institutionellen Rahmen und wird langfristig gefördert. Das Ziel für dieses Jahr ist ehrgeizig: Eine Million Kinder sollen durch das Projekt erreicht werden – dank einer Investition von 22 Millionen Euro.

Die Strategie ist simpel, aber wirkungsvoll: Durch die Finanzierung von Sportangeboten in Schulen und bald auch in Jugendorganisationen, wird der Tennissport für eine breite Bevölkerungsschicht zugänglich gemacht. Binaghi betonte, dass der Kauf eines Tickets für die Internationalen Rom, insbesondere in den teureren Tagen, nicht nur ein Zugang zu einem hochklassigen Sportevent bedeutet, sondern auch die Möglichkeit bietet, zwei oder drei Kinder mit einem 15-Stunden-Kurs und Mini-Turnieren zu unterstützen.

Die FITP setzt dabei auf ihre flächendeckende Struktur aus Trainern und Vereinen, um effizient zu arbeiten und die Kosten so gering wie möglich zu halten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Qualifizierung der Lehrer: Im Rahmen des Abkommens werden Fortbildungskurse für Isef-Lehrer angeboten, die eng mit den zertifizierten Trainern der FITP zusammenarbeiten werden. Die Schulen werden zu Anlaufstellen für sportliche Aktivitäten rund um Tennis, Padel, Pickleball und Tischtennis.

Minister Valditara hob dabei besonders die Inklusion von Kindern mit Behinderung und die Ausbildung der Sportlehrer hervor. Er betonte, dass der Staat über eine Milliarde Euro in Sporthallen investiert hat und Sport als wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Schulabbrecher betrachtet. Die italienischen Schulabbrecherquoten liegen bereits unter dem europäischen Durchschnitt – ein weiterer Erfolg, der durch die Förderung des Sports weiter verstärkt werden soll.

Neue medienpartnerschaft mit sae: mehr sichtbarkeit für den tennissport

Neue medienpartnerschaft mit sae: mehr sichtbarkeit für den tennissport

Neben der schulischen Förderung hat die FITP auch im Medienbereich einen wichtigen Schritt getan. Eine Partnerschaft mit dem Medienkonzern Sae, der kürzlich die Zeitung „La Stampa“ übernommen hat, soll die Sichtbarkeit des Tennissports und des Padel-Sports erhöhen. Die Sportcast-Gesellschaft, eine Tochtergesellschaft der FITP, investiert rund fünf Millionen Euro in diese Kooperation, um Synergien im Bereich Medienentwicklung zu nutzen. Binaghi betonte, dass diese Entscheidung nicht nur strategisch, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Stadt Turin und die Region Piemonte ist, die die FITP bei der Organisation der ATP Finals unterstützt haben.

Die Partnerschaft mit Sae verspricht eine umfassende Berichterstattung über Tennisturniere, die Förderung von Nachwuchsspielern und die Präsentation der Aktivitäten von Vereinen und Mitgliedern. Damit wird der Tennissport nicht nur in den Schulen, sondern auch in der Öffentlichkeit stärker in den Fokus gerückt.

Die FITP setzt weiterhin auf eine Kombination aus schulischer Förderung, professioneller Trainerarbeit und einer starken Medienpräsenz, um den Erfolg des italienischen Tennissports nachhaltig zu sichern und eine neue Generation von begeisterten Spielern zu gewinnen. Die Investitionen in die Zukunft des Tennissports zeigen, dass die FITP entschlossen ist, die Erfolge der Gegenwart in eine erfolgreiche Zukunft zu überführen.