Tatum fegt embiid-misere weg – celtics zerlegen 76ers in 32-punkte-kanal

Die Playoffs beginnen mit einem Donnerschlag: Jayson Tatum kehrt nach 357 Tagen Zwangspause zurück und schickt die Boston Celtics mit einem 123:91-Sieg gegen die Philadelphia 76ers direkt in den nächsten Gang. Die NBA-Welt sprach von einem „Gap Year“ – Tatum antwortete mit 25 Punkten, 21 davon im ersten Halbzeit, und zerstörte jede Debatte über angeblich fehlende Championship-Ambitionen.

Die rückkehr des königs war keine pr-show

Kein Rust, kein Zögern, keine Gnade. Tatum traf 10/14 aus dem Feld, dominierte die mid-range, zwang Philly zur doppelten Deckung und eröffnete so die Drehkreuz für Jaylen Brown, der im dritten Viertel mit 16 Punkten nachlegte und zum Topscorer (26) avancierte. Die Celtics liefen ihr klassisches Motion-Offense, nur schneller, präziser, hungriger. Die 76ers? Verloren den Ball acht Mal, erzielten daraus gerade einmal drei Punkte und sahen zu, wie Tyrese Maxey in Tatums Schatten bei 8/20 verschwand.

Die Rechnung der Gäste lautete: ohne Joel Embiid muss das Tempo nach oben, die Bigs von Boston in frühe Foultrouble treiben. Plan gescheitert. Luke Kornet und Neemias Queta kontrollierten die Boards, die Celtics schalteten konsequent um, aber ohne Hektik. Ergebnis: nur zehn Fastbreak-Punkte für Philly und eine 4/23-Desaster-Quote von jenseits des Bogens. Die Serie ist noch jung, das Statement aber ein Brett.

Nächste runde droht ein ganz anderes kaliber

Nächste runde droht ein ganz anderes kaliber

Die 76ers werden sich anpassen, vielleicht sogar gewinnen, wenn Embiid zurückkommt. Doch die Celtics haben ihre Hausaufgaben gemacht: Tatum sieht aus wie vor der Achilles-Verletzung, Brown trägt Last, Derrick White verteidigt wie ein Kryptologe und Jr Holiday addiert 17 Punkte ohne Überschwang. Das echte Prüfstein-Duo wartet aber erst im Conference-Halbfinale: die New York Knicks mit Karl-Anthony Towns und OG Anunoby an den großen Positionen. Dort wird Boston zeigen müssen, ob die neue Tatum-Ära wirklich begonnen hat oder ob Spiel eins nur ein Aperitif war.

Die NBA hatte sich auf ein Sanierungsjahr der Celtics eingestellt. Stattdessen liefert Tatum einen Seziervorgang in Echtzeit. Die Botschaft ist laut und klar: Wer jetzt noch von „Gap Year“ fabuliert, verpasst den Zug – und der fährt direkt Richtung Finals.