Tapsoba: bayer-held schießt wolfsburg zu tode – und winkt england?

Leverkusen – Edmond Tapsoba. Der Name ist Programm, wenn es um die aktuelle Form des Innenverteidigers von Bayer Leverkusen geht. Nicht nur als Abwehrchef, sondern auch als überraschende Torgefahr. Im jüngsten Duell gegen Wolfsburg präsentierte er sich mal wieder von seiner besten Seite und traf gar zum entscheidenden 4:3-Führungstreffer. Und das, obwohl er eigentlich nur für’s Verteidigen zuständig ist.

Der mann für alle fälle: tapsobas aufstieg zum leverkusener schlüsselspieler

Der mann für alle fälle: tapsobas aufstieg zum leverkusener schlüsselspieler

Dass der 27-Jährige aus Burkina Faso überhaupt in der Lage ist, so regelmäßig ins gegnerische Tor zu treffen, ist bemerkenswert. Fünf Treffer in dieser Saison – drei davon mit dem Kopf! – machen ihn zum torgefährlichsten Feldspieler der Werkself und zum zweitbesten Abwehrspieler der Bundesliga überhaupt, nur Luka Vuskovic vom Hamburger SV ist ihm in dieser Disziplin überlegen. Sein Vertrag läuft zwar noch bis 2028, doch die Gerüchte über ein Wechsel nach England werden immer lauter.

Der Weggang von Jonathan Tah zum FC Bayern München im Sommer hat Tapsoba zudem zur zentralen Figur in der Leverkusener Abwehrreihe gemacht. Trainer Kasper Hjulmand scheint in ihm einen unersetzlichen Baustein gefunden zu haben – seine Ruhe am Ball, sein Spielaufbau und seine Unaufgeregtheit machen ihn zu einem stabilisierenden Faktor in einer ansonsten eher durchwachsenen Saison der Werkself.

„Eddy ist ein wichtiger Faktor auf dem Platz“, betonte Sportdirektor Simon Rolfes erst kürzlich. „Ich habe ihm schon gesagt, dass er mehr Tore schießen und köpfen muss.“ Und Tapsoba hat auf diese Worte gehört. Sein Tor gegen Wolfsburg war der Beweis dafür, dass er sich den Vorgaben des Vereins voll und ganz verschrieben hat.

Am Samstag steht nun das brisante Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund an. Vier Punkte fehlen Leverkusen auf den vierten Platz und damit auf die erneute Qualifikation für die Champions League. Für Tapsoba persönlich bietet sich die Chance, seine beeindruckende Form unter Beweis zu stellen – und vielleicht sogar den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Doch die Frage bleibt: Wird Bayer Leverkusen es schaffen, ihren Abwehrchef langfristig an sich zu binden, oder wird ihn der Reiz der Premier League doch noch nach England locken? Die Zeichen deuten auf ein spannendes Transfer-Poker hin, das in den kommenden Wochen und Monaten für Gesprächsstoff sorgen dürfte. Die Entscheidung liegt nun bei Bayer Leverkusen und dem Spieler selbst.