Tannheimer verpasst wm-medaille – galica triumphiert im junioren-sprint

Der Traum von Edelmetall endete für Lukas Tannheimer am Schießstand. Beim Junioren-WM-Sprint im Bayerischen Wald reichte es für den besten Deutschen nur zu Platz zehn – 50 Sekunden trennten ihn von Bronze. Eine halbe Minute, die sich anfühlt wie ein Abgrund, wenn man so nah dran war.

Galica holt gold trotz zwei strafrunden

Der Pole Grzegorz Galica schrieb an diesem Märztag die skurrilste Erfolgsgeschichte des Tages: Zwei Strafrunden, und trotzdem Weltmeister. In 27:46,4 Minuten ließ er die gesamte Konkurrenz hinter sich. Dahinter holte der fehlerfreie Schwede Philip Lindkvist-Flötten Silber (+23,7 Sekunden), Bronze sicherte sich der Norweger Kasper Kalkenberg (+32,0 Sekunden) – ebenfalls ohne Fehler. Die Laufstärke von Galica war schlicht auf einem anderen Niveau.

Tannheimers ehrliche selbstkritik

Tannheimers ehrliche selbstkritik

Tannheimer zeigte am Fuße des Großen Arbers eine beeindruckende Laufleistung, doch zweimal im Liegendanschlag und einmal im Stehendanschlag fehlte die nötige Präzision. +1:22,1 Minuten Rückstand auf den Sieger – das ist der Preis für drei verpasste Scheiben auf dieser Ebene. „Ich habe das Gefühl, mir fehlt noch ein Ticken, dass es für ganz oben reicht