Swiss-ski: neuanfang im biathlon – baserga und meier im fokus!
Die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen auf Hochtouren: Swiss-Ski hat die ersten Kader für den Winter 2026/27 bekannt gegeben und damit ein deutliches Signal an die Konkurrenz gesendet. Nach einer Saison, die hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb, soll mit einer neuen Struktur und frischen Kräften der Weg zurück an die Weltspitze geebnet werden – insbesondere im Biathlon.
Junge talente bekommen chance
Amy Baserga festigt ihre Position in der Spitzengruppe, während Lea Meier überraschend in den Nationalmannschafts-Kader aufsteigt. Ein echter Coup für die junge Athletin, die nun die Chance hat, sich auf höchstem Niveau zu beweisen. Doch es geht um mehr als nur zwei Namen: Hinter dem Duo formiert sich ein breiter A-Kader, in dem Aita Gasparin, Lena Häcki-Gross, Joscha Burkhalter, Niklas Hartweg und Sebastian Stalder den erfahrenen Athletinnen zur Seite stehen. Der B-Kader bietet vielversprechenden Nachwuchskräften die Möglichkeit, sich zu entwickeln und in die Weltspitze zu drängen.
Die Kaderplanung, verantwortet von Nordisch-Direktor Jürg Capol sowie den Disziplinenchefs Rafael Ratti und Joel Bieri, verdeutlicht die Entschlossenheit des Schweizer Skiverbands. Die frühzeitige Nominierung ist kein Zufall, sondern ein Zeichen dafür, dass die Verantwortlichen die Saison 2025/26 als Lernprozess begreifen und nun die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Die Bilanz der letzten Saison war durchwachsen: Zwar gab es immer wieder Achtungserfolge, doch die Konstanz auf höchstem Niveau fehlte. Burkhalter landete als bester Schweizer im Gesamtweltcup auf dem 24. Platz, Stalder auf dem 31. Platz – ein Mittelfeldplatz, der bei Swiss-Ski zu keinerlei Zufriedenheit geführt haben dürfte.
Besonders schmerzhaft war das Abschneiden bei Großereignissen. Bei der Heim-WM in Lenzerheide reichte es in der Mixed-Staffel lediglich zu Rang sechs, während bei der WM 2026 eine Medaille komplett ausblieb. Auch bei den Olympischen Spielen blieb die Frauenstaffel hinter den Erwartungen zurück und landete nur auf dem achten Platz. Diese Ergebnisse haben die Verantwortlichen dazu veranlasst, umzuschichten und neue Impulse zu setzen.
Die Verbandsoberen sind sich bewusst, dass die vergangene Saison zwar individuelle Highlights besaß, aber insgesamt nicht den Ansprüchen genügte. Die neue Kaderstruktur soll nun die Grundlage für eine Renaissance des Schweizer Biathlons bilden. Das Ziel ist klar: Im kommenden Winter soll der Abstand zur Weltspitze deutlich verringert werden und die Schweizer Athletinnen und Athleten wieder regelmäßig auf das Podium fahren. Die frühen Kaderentscheidungen sind ein erster Schritt auf diesem Weg – ein Weg, der mit harter Arbeit, Disziplin und dem unbedingten Willen zum Erfolg gepflastert sein wird.

Ein blick nach schweden
Parallel dazu investiert auch Schweden in seine Biathlon-Zukunft. Der schwedische Verband hat Jonne Kähkönen als neuen Startrainer verpflichtet – ein Mann, der am Schießstand für Furore sorgen soll. Ob dieser Schachzug den Schweizer Biathlon dazu anregen wird, ebenfalls neue Wege zu gehen, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der Wettbewerb im Biathlon wird immer härter, und nur wer bereit ist, sich ständig weiterzuentwickeln, hat eine Chance, an der Spitze zu bleiben.
