Südafrika bangt: fifa-chaos und zwane-sperre vor achtelfinale!
Los Angeles – Ein herber Schlag für Südafrika: Nur wenige Tage vor dem entscheidenden Duell gegen Kanada im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft herrscht Chaos im Lager der „Bafana Bafana“. Trainer Hugo Broos schießt scharf gegen die FIFA und beklagt massive Reisebeschränkungen, die seiner Mannschaft die Vorbereitung erheblich erschweren.

Reiseplan-desaster: südafrika muss umweg machen
Nach dem knappen Sieg gegen Südkorea (1:0) am Mittwochabend hatte Broos geplant, mit seinem Team direkt nach Los Angeles zu reisen, wo das Sechzehntelfinale am Sonntag auf dem Programm steht. Doch die FIFA soll dieser Reise kurzfristig eine Absage erteilt haben. „Die FIFA hat das verboten“, kommentierte der 74-jährige Belgier mit offenkundiger Frustration. Stattdessen musste das Team gezwungenermaßen einen Umweg über sein bisheriges Quartier in Pachuca in Kauf nehmen – eine zusätzliche Belastung von rund 850 Kilometern. Erst am Freitag wird die Reise in Richtung Los Angeles fortgesetzt, was den Erholungsprozess der Spieler erheblich verkürzt.
„Die Strafe für Zwane ist ungerechtfertigt“, so Broos weiter, sichtlich verärgert über die Entscheidung der FIFA bezüglich des Mittelfeldspielers Themba Zwane. Dieser war im ersten Gruppenspiel gegen Mexiko (0:2) von Schiedsrichterpfiff eine umstrittene Rote Karte erhalten und für drei Spiele gesperrt worden. Ein früherer Einsatz ist somit nur bei einem erfolgreichen Einzug ins Viertelfinale denkbar. „Das ist eine viel zu harte Strafe“, betonte Broos, der sich hier ebenfalls gegen das FIFA-Urteil stellt. Die Situation wird dadurch noch komplizierter, da Zwane als wichtiger Bestandteil des Teams gilt.
Die aufgezeigten Probleme verdeutlichen die enormen logistischen Herausforderungen, mit denen die südafrikanische Nationalmannschaft bei diesem Turnier konfrontiert ist. Die kurzfristigen Änderungen und die harte Strafe für Zwane könnten sich negativ auf die Leistung der Mannschaft gegen Kanada auswirken. Ob Broos und sein Team die Turbulenzen überwinden und das Sechzehntelfinale erreichen können, bleibt abzuwarten. Die FIFA steht nun in der Kritik, unnötigen Druck auf die südafrikanische Mannschaft auszuüben.
