Stützles senators stürmen in playoff-ränge – detroit-kracher wird zur deutschen machtprobe

Tim Stützle spielt sich in Ottawa gerade in einen Rausch. Die Senators gewannen auch in New York mit 2:1, feierten den dritten Sieg in Serie und schoben sich auf zwei Zähler an die Wildcard heran. Die Arena in Manhattan verstummte, als Shane Pinto und Warren Foegele trafen – Stützle selbst blieb ohne Scorerpunkt, dafür mit 22:37 Minuten Eiszeit der offensive Motor seines Teams.

Die canadian tire arena glüht – und wartet auf detroit

Die canadian tire arena glüht – und wartet auf detroit

Die Rechnung ist simpel: Gewinnt Ottawa in der Nacht auf Mittwoch bei den Red Wings, rückt die Postseason in Reichweite. Dass ausgerechnet Moritz Seider dort blockt, versetzt deutsche Fans in Ekstase. „Wir greifen als ein Team ineinander, und das sieht man in den letzten fünf bis zehn Spielen wirklich“, sagt Verteidiger Jordan Spence. Die Zahlen sprechen für sich: Seit der Olympia-Pause holten die Senators 9 von 13 möglichen Siegen – ein Sprint, der selbst die Skeptiker verstummen lässt.

Boston liegt mit Marco Sturm und Lukas Reichel vorne, Detroit und Ottawa jagen – das Duell um Platz 8 wird zur deutsch-kanadischen Machtprobe. Die Karten sind neu gemischt, die Stimmung elektrisch. Und mitten drin: Stützle, der den Puck jetzt wie einen Zahnstocher zwischen den Zähnen trägt.

Noch zwölf Spiele, jedes ein Endspiel. Die Senators wissen: Verlieren in Michigan, und die Playoff-Luft wird dünn. Doch die Kabine riecht nach Selbstvertrauen. Wer so viel Eiszeit kassiert wie Stützle, der spürt, dass die Saison erst richtig beginnt.